Olympia ist noch ein Stück entfernt

von Redaktion

Abitur und Weltcup-Einsatz: Trine Göpfert hat große Ziele

Reit im Winkl – Trine Göpfert vom WSV Reit im Winkl kann auf eine erfolgreiche Saison zurückschauen. Die 17-jährige Kombiniererin eilte in diesem Winter von Erfolg zu Erfolg und sorgte für beachtliche Top-Platzierungen. Einer der Höhepunkte war die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft im kanadischen Whistler, wo sie den sechsten Platz im Einzel errang. Nach dem Springen war sie Elfte und arbeitete sich im Langlauf noch vor.

Bei den sogenannten EYOF-Spielen in Italien und Slowenien holte sich die Reit im Winklerin im Einzel die Goldmedaille, im Teambewerb gab es als Zugabe den dritten Rang und Bronze. Bei ihrem Debüt im Continental-Cup in Rena/Norwegen gewann sie zunächst den Super-Sprint und kam im anschließenden Sprint über 7,5 Kilometer auf den zweiten Platz. Ergebnisse, die Begehrlichkeiten wecken, allerdings bleibt die 17-Jährige eher zurückhaltend. „Mit der Saison bin ich sehr zufrieden, weil ich es so nicht ganz erwartet habe. Im Vorfeld bin ich krank gewesen, alles im allem hat es aber gut gepasst.“ In der kommenden Saison ist zunächst wieder alles auf „Null“ gestellt. Optimal wäre natürlich dann ein Start im Weltcup. Wohin die Reise führt, könnte bereits im August ein erster Sommer-Grand-Prix Aufschluss geben. Einsätze im Deutschlandpokal und Alpencup sind zudem geplant.

Bei guten Platzierungen ist alles möglich, das weiß auch die junge Sportlerin. Dementsprechend richtet sie im Sommer ihr Training aus. Das bedeutet, Grundlagen-, Ausdauer- und Techniktraining – so banal es auch klingen mag: „Der gute Wintersportler wird im Sommer gemacht.“ Darum geht es in den Osterferien zum Langlaufen ins finnische Lathi.

Trine Göpfert besucht das Schigymnasium in Stams in Tirol. Für die junge Sportlerin ist dies die ideale Möglichkeit, Sport und Schule unter einem Hut zu bringen. Im CJD in Berchtesgaden gab es für sie keine Möglichkeit, da es dort keine Kombinierinnen gibt. Die Schule in Oberstdorf kam für sie wegen der weiten Entfernung nicht in Frage. Trainiert wird sie von Frauen-Bundestrainer Florian Aichinger als Mitglied im C-Kader, in Stams ist für sie Oliver Krenn zuständig. Im kommenden Jahr wird sie an der Schule in Tirol auch ihr Abitur machen.

Göpfert kommt aus einer sportlichen Familie, ihr Vater Falk ist Langlauf-Trainer im DSV und für die Lehrgangsgruppe Ia zuständig. Begonnen hat sie bereits in sehr jungen Jahren als Langläuferin in einem Grundschulwettbewerb und wurde dann zunächst von ihrer Mutter Caroline betreut. Als Siebenjährige wagte sie sich zum ersten Mal auf die Schanze und fand sofort Gefallen daran. Die Sportlerin des WSV Reit im Winkl hofft nun darauf, dass auch die Frauen in der Nordischen Kombination bei den Olympischen Spielen zugelassen werden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat dies zumindest vorerst für die Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina noch ausgeschlossen. Der Grund dafür ist die fehlende Leistungsdichte in der Weltspitze. Das zu ändern, wird wohl auch eine der Herausforderungen für Trine Göpfert in den kommenden Jahren werden.shu

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