Burghausen – Nach dem Sieg gegen den SV Heimstetten und dem Unentschieden in Vilzing bleibt der SV Wacker Burghausen in der Fußball-Regionalliga Bayern weiter in der Erfolgsspur. Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerte sich die Mannschaft von Trainer Hannes Sigurdsson im zweiten Abschnitt deutlich und zeigte Kellerkind TSV Rain mit 3:0 klar die Grenzen auf.
Wacker hat jetzt nach 30 Spieltagen 47 Punkte auf dem Konto und kletterte dank der Niederlage von Türkspor München gegen Ansbach auf Platz sechs. Dagegen haben sich die Abstiegssorgen des TSV Rain, dem schon sechs Punkte zum rettenden Ufer fehlen, deutlich vergrößert.
Burghausen im ersten Durchgang mit wenig Durchschlagskraft, wenig Ideen und vor allem auch nicht mit dem nötigen Engagement: Die einzige gute Möglichkeit hatte Kenneth Sigl in der 37. Minute, als Rains Keeper Fabian Eutinger einen Schuss von Felix Bachschmid nicht festhalten konnte, dann aber gegen Sigl aus wenigen Metern parierte. „Keiner war zufrieden mit der Leistung in der ersten Halbzeit. Weder die Mannschaft, noch das ganze Trainerteam und ich auch nicht. Da war nicht genug Feuer, da war nicht genug Mentalität“, zeigte sich Sigurdsson von den Darbietungen der ersten Hälfte enttäuscht und ergänzte: „Wir haben nicht genug gekämpft und auch fußballerisch können wir das viel besser.“
Nach dem Seitenwechsel und einer wohl etwas schärferen Ansprache von Sigurdsson Wacker dann deutlich mehr im Vorwärtsgang und auch zielstrebiger. Der schnelle Führungstreffer der Hausherren durch Jerome Läubli entsprang einer starken Einzelleistung, der Schweizer setzte sich gleich gegen mehrere Gegenspieler durch, scheiterte zunächst noch, versenkte die Kugel aber dann aus 14 Metern im langen Eck (46.). Jetzt hatten die Hausherren Lunte gerochen, der eingewechselte Thomas Winklbauer fand noch in Eutinger seinen Meister, ehe Felix Bachschmid nach Flanke von Andrija Bosnjak und perfekter Kopfball-Ablage von Sigl via Innenpfosten Treffer Nummer zwei markierte (58.). Nur eine Minute später stand dann bereits das Endergebnis fest: Bosnjak luchste Kapitän Bauer mit entschlossenem Einsatz im Sechzehner die Kugel ab und Sigl nickte dessen Flanke aus sieben Metern ohne Mühe über die Linie.
„Wir haben nach der Pause die richtige Antwort gegeben und hatten das Spiel dann auch unter Kontrolle. Das war teilweise sehr gut“, so Sigurdsson. In der Folge hätten die Gastgeber das Ergebnis noch ausbauen können, aber Johann Djayo verzog allein vor Eutinger (64.), Rain blieb über die gesamten 90 Minuten zu harmlos, hat nun schon die vierte Niederlage in Folge einstecken müssen und hat dabei satte 15 Gegentreffer kassiert. „Die spielerische Leistung hat gepasst. In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft und hatten die besseren Möglichkeiten“, analysierte Rains Trainer Maximilian Käser, der aber auch weiß: „In der Defensive müssen wir die Tore einfach besser verteidigen.“
Nach drei Spielen in acht Tagen kann Burghausen jetzt etwas durchschnaufen, ehe es am Ostermontag zum vier Punkte besser platzierten FC Bayern München II geht, der allerdings am Mittwoch noch ein Nachholspiel gegen den FC Augsburg II bestreiten muss.
SV Wacker Burghausen: Schöller – Schulz, Scholz (68. M. Lukic), Miftaraj, Läubli – Sigl (80. Andreichyk), Ade, Bachschmid, Hyseni (46. Winklbauer) – Djayo, Bosnjak (76. Reiter).
Tore: 1:0 Läubli (46.), 2:0 Bachschmid (58.), 3:0 Sigl (59.)
Schiedsrichter: Schwarzmann (TSV Scheßlitz)
Zuschauer: 622.