Ohne McNeely und mit starkem Kolarz: Starbulls gewinnen Spiel eins

von Redaktion

Play-off-Halbfinale: Rosenheimer 3:1-Erfolg bei den Hannover Scorpions – Tore durch Strodel, Hauner und Laub

Mellendorf – Perfekter Auftakt für die Starbulls Rosenheim in das Halbfinale der Play-offs um die Oberliga-Meisterschaft. Die Truppe von Trainer Jari Pasanen überzeugte beim Nord-Ersten Hannover Scorpions auf der ganzen Linie und einer ragte wieder heraus. Spiel eins gewannen die Starbulls nach Toren von Manuel Strodel, Norman Hauner und Lukas Laub mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1).

„Wir sind mit sehr großem Respekt nach Mellendorf gefahren. Die Scorpions haben die Liga dominiert. Wir haben sehr konzentriert und diszipliniert dem Druck der Scorpions standgehalten“, sagte Starbulls-Trainer Jari Pasanen nach dem Spiel. Die Starbulls mussten am Karsamstag kurzfristig auf Tyler McNeely verzichten. Den Kanadier plagten Magen/Darm-Probleme, die einen Einsatz unmöglich machten. Weil auch noch Klemen Pretnar verletzt ist, traten die Rosenheimer lediglich mit zwei Kontingentspielern an, was die Leistung noch bemerkenswerter macht.

In der Anfangsphase der Partie versuchten sich die Mannschaften mit Offensivaktionen, auf beiden Seiten blieben zwingende Torchancen aber aus – entweder weil dem Auftakt einer vermutlich langen Serie entsprechend ein wenig Abtasten angesagt war, oder weil beide Abwehrreihen immer wieder mit Stock oder Schlittschuh einen Schuss blockten. In der 16. Minute war Brett Jaeger das erste Mal geschlagen, als Manuel Strodel die Scheibe über seine Schulter zum 0:1 unter die Latte schlenzte.

Als Hannover die erste Druckphase der Begegnung entwickelte, verhinderte Kolarz mit erstklassigen Paraden den Ausgleich. Eine aus Hannoveraner Sicht umstrittene Strafzeit gegen Scorpions-Stürmer Pascal Aquin nutzte Norman Hauner mit einem Klasse-Schuss zum 0:2 (34.). Wenige Minuten später rettete der Pfosten für den bereits geschlagenen Jaeger.

Im Schlussabschnitt rannten die Mellendorfer an, es fehlte ihnen aber die Durchschlagskraft. Die Rosenheimer spielten die Scheibe immer wieder sicher aus dem Drittel, bis Allan McPherson (49.) schließlich den Bann brach. Für Kolarz war es das erste Gegentor nach 108 Spielminuten.

Die Scorpions machten Druck, und bei Chancen von Pascal Aquin (58.) und Brandon Alderson (59.), als Jaeger sein Tor bereits zwei Minuten vor Schluss zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers verlassen hatte, war erneut Kolarz zur Stelle. Nach einem Fehler von Bettauer, der im Spielaufbau im eigenen Drittel die Scheibe verlor, traf Lukas Laub ins leere Tor zum 1:3-Endstand (60.).

Spielstatistik: Tore: 0:1 (15:52) Strodel (Oleksuk, Hauner), 0:2 (33:36) Hauner (Reinig, Vollmayer bei 5-4), 1:2 (48:57) McPherson (Alderson, Aquin), 1:3 (59:35) Laub (Vollmayer); Strafminuten: Hannover 8, Rosenheim 8; Zuschauer: 2010.

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