Sarajewo – Nicht schlecht gespielt und dennoch den Sprung auf das Podest verpasst. Dieses Fazit konnte Naomi Pranjkovic nach der U21-Europameisterschaft, die in Sarajewo stattfand, ziehen.
Dass die Kolbermoorer Bundesliga-Tischtennisspielerin eine wichtige Rolle im Kampf um die Medaillen spielen könnte, stellte sie bei diesen Titelkämpfen größtenteils schon in der Vorrunde des Einzelwettbewerbs unter Beweis. Zwar verlief der Start mit dem 0:2 Satzrückstand gegen Dzana Biogradlic aus Bosnien und Herzegowina etwas schleppend, am Ende setzte sie sich doch noch mit 4:2 durch.
Ihre Stärken zeigten sich aber spätestens in der zweiten Begegnung, als sie die Türkin Ece Harac, die beim Bundesligaaufsteiger SV Schott Jena unter Vertrag steht und 2021 immerhin Europameisterin im Doppel wurde, klar mit 4:1 von der Platte fegte.
Der 4:0-Sieg gegen die Niederländerin Emine Ernst brachte ihr zunächst den ersten Rang in ihrer Gruppe ein. Die Auslosung der Endrunde meinte es allerdings nicht unbedingt gut mit der 18-Jährigen. Denn schon in der ersten Runde wartete mit der Polin Natalia Bogdanowicz die aktuelle Nummer 42 der Weltrangliste, auf sie. 0:4 hieß es am Ende aus Sicht der Kolbermoorerin und 1:4 lautete das Ergebnis in der zweiten Begegnung gegen Nicole Arlia aus Italien.
Auch wenn nach zwei Spielen nur Rang vier zu Buche steht, war das Weiterkommen noch möglich. Allerdings benötigte Pranjkovic jetzt Schützenhilfe. Dazu hätte Bogdanowicz die Italienerin Arlia mit 4:0 schlagen und die 18-Jährige hätte mit dem gleichen Ergebnis gegen Matilde Pinto erfolgreich sein müssen. Beide Ergebnisse kamen letztendlich nicht zustande. Pranjkovic geriet nach der 1:0 Führung mit 2:3 in Rückstand, glich durch ein 11:9 zunächst aus und lag im siebten Satz beim Seitenwechsel schon mit 2:5 im Rückstand. Sie verkürzte zwar noch auf 7:9 unterlag am Ende aber mit 7:11 und schied aus.
Im Mixedwettbewerb startete sie mit dem Schweizer Barish Moullet mit einem 3:2-Sieg gegen die tschechische Paarung Moravek/Vasendova. Danach aber stand ihnen das an Nummer zwei gesetzte Duo Redzimski/ Brzysk gegenüber. Obwohl das Ergebnis am Ende 1:3 lautete, durfte man sich zumindest auf die Fahnen schreiben, achtbar aus der Affäre gezogen zu haben.
Von Anfang an spannend machte es Naomi Pranjkovic auch im Doppel, das sie mit der Rumänin Luciana Mitrofan bestritt. In der ersten Runde lag man gegen die slowakisch/ukrainische Paarung Cincurova/Yevtodii mit 1:2 im Rückstand, schaffte aber den Ausgleich und setzte sich im Entscheidungssatz mit 11:8 durch. Im Achtelfinale wartete allerdings Ines Matos und einmal mehr Matilde Pinto. Konnte man in der ersten Begegnung den Rückstand am Ende noch in einen Sieg umwandeln, so funktionierte es in diesem Spiel nicht. Nach dem 0:2 schaffte man noch den Ausgleich, doch im Entscheidungssatz hatte man mit 7:11 das Nachsehen und schied aus. eg