„Das stärkste Tennis aller Zeiten“

von Redaktion

Sieben Neuzugänge: Der Rosenheimer Kader für die dritte Bundesliga-Saison steht

Rosenheim – Schön langsam gehen die Superlative aus: Nach dem Aufstieg in die 1. Tennis-Bundesliga – eh schon stärkste Liga der Welt – und dem zweimaligen Klassenerhalt wollen die Verantwortlichen des TC 1860 Rosenheim in der dritten Saison mehr: „Wir wollen vorne dabei sein – allein schon zur Nervenberuhigung“, sagt Abteilungsleiter Dieter Dörfler. „Die eine Hälfte spielt vorne mit, die andere Hälfte gegen den Abstieg. Wir wollen uns oben festsetzen.“ Dörfler will dabei „den Heimvorteil nutzen. Wenn wir in den Heimspielen den Grundstein legen können, dann schaut es ganz gut aus.“

Dafür haben die Verantwortlichen bei den Rosenheimern einiges getan. Sieben Neuzugänge haben sie für das 16er-Aufgebot verpflichtet – und dabei namhaftes Personal an Land gezogen. Nicht umsonst sagt Thomas Detterbeck, Vorstand Bundesliga bei den Sechzigern, stolz: „Das ist das stärkste Tennis aller Zeiten.“ Schon jetzt sind drei Spieler aus dem Kader unter den Top-100 der Weltrangliste, weitere Akteure sind auf dem Weg dorthin.

Jüngster Coup ist die Verpflichtung von Thiago Monteiro. Den Brasilianer haben die Rosenheimer drei Tage vor Ende der Wechselfrist geholt. „Er ist als Linkshänder ein sehr unangenehmer Spieler und auf Sand einer der Besten der Welt“, sagt Dörfler über Monteiro, der im Vorjahr die Challenger-Turniere in Salzburg und Genua gewonnen hat. Für ihn musste der junge Tscheche Jonas Forejtek, in der vergangenen Saison ein verlässlicher Spieler, weichen. „Dass er nicht mehr dabei ist, hat uns in der Seele wehgetan“, erklärt Detterbeck. Und Dörfler ergänzt: „Er war zuletzt verletzungsanfällig und will sich wieder fit machen. Und wenn man dann einen Monteiro bekommen kann, dann wäre es fahrlässig, wenn wir uns damit nicht befasst hätten.“

Aber nicht nur der Brasilianer wird als wichtige Neuverpflichtung angesehen. Mit dem Italiener Marco Cecchinato hatte man schon frühzeitig einen Top-Spieler an der Angel gehabt – als Nummer 84 der Welt ist er aktuell der Bestplatzierte im Sechziger-Team. „Ein absoluter Sandplatzspezialist. Er dürfte nur schwer zu schlagen sein“, so Detterbeck.

Neu ist auch der Kroate Borna Gojo. „Der wird bald unter den Top-100 stehen, wenn er so weitermacht“, glaubt Dörfler. Der 1,96-Meter-Riese aus Split sei ein „ganz unscheinbarer Spieler“, der „ein sehr effektives Tennis“ spielt. Während Gojo noch nicht so bekannt ist, hat Henri Laaksonen durchaus einen Namen. Der Schweizer mit finnischer Mutter ist in der Weltrangliste verletzungsbedingt abgerutscht. „Er ist momentan noch verletzt, das beunruhigt uns ein bisschen“ , erklärt Detterbeck. Wie stark Laaksonen einzuschätzen ist, beweist dies: In der vergangenen Saison war er beim Meister Rochusclub Düsseldorf an Position eins gesetzt! Erfahrung bringt auch Gastao Elias ein, der Portugiese kann auf zwölf Siege auf der Challenger-Tour verweisen.

Wichtig war den Rosenheimern die Verpflichtung von Doppel-Spezialisten, was mit dem Tschechen Roman Jebavy und dem Kroaten Franko Skugor absolut gelungen ist. „Das Doppel ist super“, sagt Dörfler, „das wird ein richtiges Siegerdoppel für uns, nachdem wir dort zuletzt immer Punkte gelassen haben“. Was ihn so zuversichtlich macht: Teamkapitän Lukas Jastraunig hat dafür gesorgt, dass Jebavy und Skugor bereits jetzt auf der ATP-Tour als Doppel im Einsatz sind. „Die können sich richtig einspielen.“

Für die Sechziger-Bosse aber genauso entscheidend: „Wir wollten einen Stamm über einen gewissen Zeitraum halten. Das ist uns gelungen“, sagt Dörfler. Aus dem Vorjahresteam sind Norbert Gombos, Alexandre Muller, Sebastian Ofner, Felipe Meligeni, Manuel Guinard, Damir Dzumhur und Sieggarant Lorenzo Giustino erhalten geblieben – und natürlich Nikoloz Basilashvili. Der Georgier, im Vorjahr an Nummer eins, wird auch diesmal wieder für Rosenheim auflaufen. „Auch das ist eine Auszeichnung für uns“, sind sich die Sechziger-Verantwortlichen einig.

Dass der Kader der stärkste aller Zeiten ist, untermauert auch das: Zehn der 16 Spieler sind oder waren schon unter den Top-100 der Weltrangliste, allen voran Cecchinato und Basilashvili als einstige Nummer 16, Dzumhur als frühere Nummer 23 und Skugor als ehemalige Nummer 17 im Doppel. Was soll die Rosenheimer da noch bremsen? Gegner, die ebenfalls stark besetzt sind. „Alles Bombenkader“, weiß Detterbeck. So beispielsweise der TC Bredeney, der die deutschen Spitzenspieler in seinem Team vereint und zum Saisonstart am 9. Juli in Rosenheim aufkreuzt. Da braucht es dann schon das „stärkste Tennis aller Zeiten“.

Der Rosenheimer Kader für die Saison 2023

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