Wochen der Entscheidung

von Redaktion

1860 Rosenheim spielt am Sonntag bei Türkspor Augsburg

Rosenheim – Für den TSV 1860 Rosenheim stehen nun die Wochen der Entscheidung in der Fußball-Bayernliga Süd an. Sieben Spieltage stehen regulär noch auf dem Programm, die Rosenheimer stecken weiter in großen Abstiegsnöten. Seit dem vergangenen Wochenende steht eine Entscheidung bereits fest: Die Mannschaft von Trainer Robert Gierzinger kann den direkten Klassenerhalt nicht mehr schaffen! 22 Zähler Rückstand auf das rettende Ufer bei nur noch 21 auszuspielenden Punkten sind zu viel.

Die Klasse direkt zu halten, war aber seit der Winterpause auch nicht mehr das Ziel, schon damals war der Rückstand der Sechziger zu groß. Der Fokus liegt voll und ganz auf der Verhinderung des direkten Abstieges. Bei dieser Mission haben die Rosenheimer auch noch alle Trümpfe selbst in der Hand, beträgt der Vorsprung auf den Tabellenletzten Hallbergmoos doch immer noch zwei Punkte. Das Ziel muss es sein, in den restlichen Begegnungen mehr Punkte zu holen, als der Verfolger – und bestenfalls auch das direkte Duell zu gewinnen, das in vier Wochen ansteht. Nun liegt der Blick aber erst einmal bei Türkspor Augsburg, wo 1860 Rosenheim am Sonntag um 15 Uhr antreten muss.

Der Blick auf die Tabelle vermittelt ein Duell zweier Tabellennachbarn. Ganz so einfach gestaltet sich die Angelegenheit aber nicht. Zwischen den beiden Teams liegen nicht nur zehn Punkte Abstand, sondern auch die Formkurve unterscheidet sich komplett. Während die Rosenheimer seit der Winterpause nur vier Punkte holten, kommen die Gastgeber schon auf zehn Zähler. Mit drei Siegen in Folge – gegen Landsberg, Kottern und Schwaben Augsburg – machten die Augsburger auf sich aufmerksam, zuletzt setzte es allerdings eine knappe 0:1-Niederlage gegen Konkurrent Nördlingen – ein bitterer Rückschlag im Abstiegskampf. Wollen die Augsburger den direkten Klassenerhalt noch schaffen, müssen nun einige Siege folgen.

Für die Rosenheimer ist dieser Zug bereits abgefahren, doch auch für den Vorletzten sind Siege immens wichtig, immerhin besteht weiter die Gefahr, dass Hallbergmoos mit einem Dreier vorbeizieht. Allerdings muss 1860-Coach Robert Gierzinger in Augsburg auf den gesperrten Malik Salkic verzichten, der im letzten Spiel gegen Ismaning die Rote Karte sah. Dazu fehlen sicher Markus Sattelberger, Luca Jesse, Laurin Demolli und Christoph Wallner sowie Kai Polotzek. Mit Lucas Gratt kehrt ein in den letzten Wochen immer wichtiger werdender junger Akteur in die Mannschaft zurück.

Was den Sechzigern Mut geben sollte: Die bisherigen vier Zähler in diesem Jahr holte man allesamt in der Fremde. Und: Offensiv sind die Rosenheimer wesentlich stärker als im Herbst. In den sechs Spielen seit Winter erzielten Tanev & Co. insgesamt acht Treffer – zum Vergleich: In den 21 Begegnungen im Jahr 2022 gab es nur 15 eigene Torerfolge. „Wir nutzen unsere Chancen teilweise recht gut. Wir haben nicht die Masse an Möglichkeiten, spielen diese aber richtig gut zu Ende“, erklärt Trainer Gierzinger.

Dies soll auch in Augsburg wieder gelingen. Wenn auch noch die Defensive zulegt, dann sind Punkte drin.

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