Buchbach – Die Serie des TSV Buchbach geht weiter: In einer irren Partie drehten die Rot-Weißen einen 1:3-Rückstand gegen den 1. FC Nürnberg II noch und setzten sich am Ende mit 4:3 durch. Damit bleiben die Buchbacher unter Trainer Uwe Wolf ungeschlagen und haben aus sechs Spielen vier Siege verbucht, die bei nunmehr 41 Punkten weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen lassen.
„Dieses Spiel hätte 3000 Zuschauer verdient gehabt. Wir haben gegen einen spielstarken Gegner ein taktisch gutes Spiel gemacht. Wir wollten Nürnberg nicht kombinieren lassen. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, kein Gegentor mehr zuzulassen. Das 0:2 ist dann zu schnell gefallen und auch nach dem Anschlusstreffer kassieren wir das dritte Gegentor zu schnell. Aber dann haben wir als Team eine herausragende Reaktion gezeigt“, fasste Wolf die Partie bei Dauerregen zusammen, in der die Hausherren, die einige Umstellungen vornehmen mussten, den besseren Start erwischten, die Gäste aber in der 18. Minuten mit ihrer dritten Möglichkeit durch Kapitän Fabian Menig in Führung gingen, der eine Hereingabe von Leonardo Vonic aus wenigen Metern direkt verwandelte (18.).
Buchbach ließ sich vom Rückstand nicht beirren, spielte phasenweise mutig nach vorne und hatte nach der Anfangs-Möglichkeit von Sammy Ammari eine zweite gute Möglichkeit durch den Mittelstürmer und einen 18-Meter-Kracher von Moritz Sassmann, den Keeper Nikolai Kemlein mit Mühe entschärfte. In der langen Nachspielzeit der ersten Hälfte – Schiedsrichter Patrick Krettek hatte sich verletzt und musste dann zur Pause auch in der Kabine bleiben und durch Assistent Jonas Krzyanowski ersetzt werden – hätte Tobias Steer fast noch den Ausgleich erzielt, aber die Nürnberger konnten gerade noch zur Ecke klären.
Nach Wiederanpfiff ließen die Gäste gleich wieder ihre Klasse aufblitzen, als Torjäger Jermain Nischalke mit einer feinen Volleyabnahme zum 2:0 für die Mittelfranken traf (50.). Doch Buchbach meldete sich unverzüglich zurück: Ammari verlängerte eine Flanke gefühlvoll per Kopf ins lange Eck zum 1:2 (52.). Doch wiederum nur drei Minuten später erzielte Vonic per Direktabnahme aus fünf Metern seinen 21. Saisontreffer.
Nürnberg scheinbar auf dem Weg zum Sieg und vielleicht in der Folge auch ein wenig zu sorglos. „In Buchbach muss man immer über 90 Minuten konzentriert verteidigen, das haben wir aber nicht gemacht und nach 70 Minuten aufgehört. Dann reicht es nicht“, zeigte sich Nürnbergs Trainer Vincent Novak enttäuscht, dass seine Mannschaft dann noch böse abgestraft wurde. Erst verkürzte der eingewechselte Leon Schmit zum 2:3 (74.) und nur eine Minute später hämmerte Philipp Walter eine abgewehrte Orth-Flanke direkt unter die Latte. Buchbach schon jetzt im Freudentaumel, doch es kam noch besser, denn in der 82. Minute köpfte Joker Tobias Sztaf aus elf Metern zum 4:3 ins lange Eck. Ein scheinbar längst verlorenes Spiel in nur neun Minuten gedreht! „Gerade die Einwechselspieler waren ein wichtiger Faktor, weil sie entscheidend mitgeholfen haben, das Spiel noch zu drehen. Wenn ich sehe, was für Meter die noch gegangen sind, war das überragend“, so Wolf.
TSV Buchbach: Maus, Tavra, Walter, Orth, Brucia (69. Schmit), Bahar, Petrovic, Wieselsberger, Sassmann (70. Sztaf), T. Steer, Ammari. Trainer: Wolf.
Schiedsrichter: Krettek (SC Ried/Neuburg).
Zuschauer: 499.
Tore: 0:1 Menig (18.), 0:2 Nischalke (50.), 1;2 Ammari (52.), 1:3 Vonic (55.), 2:3 Schmit (74.), 3:3 Walter (75.), 4:3 Sztaf (82.).mb