Bad Aibling/Niederbergkirchen – Ein Jahr mussten Bad Aiblings Tischtennis-Herren in der Verbandsliga verbringen. Nun haben sie die Gelegenheit, den Betriebsunfall vergessen zu machen und die Rückkehr in die Verbandsoberliga zu schaffen. In der Relegation treffen sie vor eigenem Publikum auf den Zweiten der Verbandsliga Südwest, den TSV Dachau. Bei den Damen ist in dieser Hinsicht bereits eine Entscheidung gefallen.
Das eine oder andere Highlight erlebten die Kleeblatt-Herren in der abgelaufenen Saison bereits, beispielsweise die Begegnungen gegen den Meister DJK Bad Höhenstadt oder die beiden Derbys gegen den SV-DJK Kolbermoor. Aber am Samstag dürfte die Hütte noch mehr brennen als sonst, sind sie doch ab 18 Uhr Gastgeber für den Zweiten der Verbandsliga Südwest, den TSV Dachau, um den Aufstieg in die Verbandsoberliga. „Wir wollen unbedingt rauf“, hat Kapitän Hans Wiesböck die Devise ausgegeben.
Nimmt man die Platzierungen beider Mannschaften sowie die Statistiken als Grundlage, dann liegt die Favoritenrolle eindeutig bei den Kurstädtern. Das Team aus dem Münchener Hinterland musste neben vier Niederlagen auch sechs Unentschieden hinnehmen und konnte sich zum Schluss nur aufgrund der besseren Satzdifferenz knapp gegenüber der SpVgg Thalkirchen durchsetzen. Auf Bad Aiblinger Seite stehen zwar auch neun Minuspunkte zu Buche, aber 14 Siege in 20 Spielen stellen durchaus eine gute Bilanz dar. Wiesböck hat den Gegner analysiert und festgestellt: „Das ist eine junge Truppe.“ Im Vergleich der einzelnen Akteure haben die Kurstädter aber Vorteile, insbesondere im ersten Paarkreuz. Denn da kann man auf die langjährige Waffe Günter Englmeier zurückgreifen, der 85,3 Prozent seiner Spiele an Position eins gewonnen hat. „Wir werden in stärkster Aufstellung spielen, also auch mit Thomas Maucher, der mit seinem Noppenbelag während der Meisterschaft für alle Konkurrenten zum Stolperstein wurde. Deshalb sind wir auch recht zuversichtlich, dass wir es schaffen.“
Bei den Damen ist die Entscheidung schon gefallen. Der SV Niederbergkirchen folgt dem TV Feldkirchen kampflos in die Verbandsoberliga. Hatte zunächst der TSV Stötten dem ursprünglichen Relegationsturnier eine Absage erteilt, war es nun der SSV Wilpoldsried, der seinen Rückzug aus der Relegation erklärte.