Jari Pasanen will Weiden „ausrauben“

von Redaktion

Spiel eins der Play-off-Finalserie Starbulls Rosenheim am Freitag auswärts

Rosenheim – „Tilaisuus tekee varkaan“ heißt ein finnisches Sprichwort und bedeutet so viel wie: „Gelegenheit macht Diebe”.  Der Deutsch-Finne Jari Pasanen, seines Zeichens Trainer der Starbulls Rosenheim,  will am Freitag, 20 Uhr,  beim ersten Spiel der Play-off-Finalserie zwischen den Blue Devils Weiden und den Starbulls Rosenheim jede  sich bietenden Gelegenheit nutzen um  zum Dieb zu werden. Nicht nur das: Pasanen will Weiden in Spiel 1 nach seinen Worten “komplett  ausrauben”.  Die Rosenheimer Eishockeyspieler fahren am Donnerstag in Richtung Weiden, um am Freitag Nacht mit einem Sieg nach Hause zurückzukehren. 

Spiel eins ist enorm
wichtig

Das ist der Plan von Jari Pasanen,  der um die Wichtigkeit des ersten Spiels weiß. „Gerade in einer Best of Five-Serie ist Spiel eins enorm wichtig. Gewinnt man das,  kann man etwas ruhiger in die nächste Partie gehen. Dann ein Heimsieg, dann ist man fast durch”. Allerdings „nur fast” schiebt Pasanen gleich hinterher, denn was dann noch alles passieren kann, hat Spiel 4 zu Hause gegen die Hannover Scorpions gezeigt. 

Pasanen will auch gar nicht auf Sonntag blicken, sondern sein Fokus und der seiner Mannschaft liegen einzig und allein auf der Partie am Freitag, 20 Uhr, in Weiden. Der Starbulls-Coach hat den gleichen Kader zur Verfügung wie in den letzten Spielen und man kann davon ausgehen, dass folgende drei Kontingentspieler auflaufen: Klemen Pretnar, Tyler McNeely und Travis Oleksuk.  Brad McGowan stünde Gewehr bei Fuß.

Auch auf der Torhüterposition stehen alle drei Keeper zur Verfügung und da hat Pasanen die Qual der Wahl. Am Dienstag sagte Andi Mechel, der gegen Hannover den Sieg rettete: „Wir wissen noch nicht, wer letztendlich am Freitag spielt. Wichtig ist, dass wir alle drei in Topform sind. Als Torhüter weiß man, dass nur einer spielen kann. Wir stellen uns alle in den Dienst der Mannschaft.”

Geht man von den Trainingseindrücken in dieser Woche aus,  ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Tomas Pöpperle zwischen den Starbulls-Pfosten steht. Möglicherweise spielt da auch das letzte Aufeinandertreffen mit dem Blue Devils Weiden eine Rolle, als Pöpperle die  Oberpfälzer beim 2:0-Heimspielsieg der Rosenheimer schier zur Verzweiflung brachte und seinen Kasten sauber hielt. Letztendlich ist es die Entscheidung des Trainers, für den wichtig ist: „Wir haben drei überragende Torhüter und auch das kann ein entscheidender Faktor in der Finalserie sein.” 

Natürlich weiß Pasanen,  dass Weiden in der Hauptrunde die beste Mannschaft war, er sagte aber auch: „Schon gegen Ende der Hauptrunde waren wir mit Weiden auf Augenhöhe und ich denke, dass die beiden besten Mannschaften der Oberligen zu Recht im Finale sind. Die Chancen stehen meiner Meinung nach 50:50.”

Ein wichtiger Faktor für die Finalserie sind natürlich auch die Special Teams und auch in dieser Statistik sind Weiden und Rosenheim in  der Liga top. „Das kommt nicht von ungefähr”, sagt Pasanen, der  speziell für die Serie gegen Weiden „ein paar Tricks auf Lager hat, mit denen wir Weiden möglicherweise überraschen können.”  

Fast schon als normal bezeichnete der StarbullsCoach, dass einige Spieler kleine Wehwehchen haben: „Aber jetzt ist Play-off-Zeit und da will  jeder Spieler mit von der Partie sein”,  sagt Pasanen. Da wird auch schon das eine oder andere Mal in den Arzneimittelschrank gegriffen, um Schmerzen zu lindern. Natürlich nur was erlaubt ist.

Jari Pasanen
und seine 23 Räuber

Ob „Jari Pasanen und seine  23 Räuber” am Freitag fette Beute machen können, wird sich zeigen.   Auf alle Fälle will Pasanen nach dem letzten Spiel der Play-off-Finalserie gerne rufen: “Loppu hyvin, kaikki hyvin”. Bedeutet auf Deutsch: „Ende gut, alles gut“.

Public Viewing im Eisstadion

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