Der Karten-Wahnsinn im Rosenheimer Eishockey geht weiter – dieses Mal allerdings im negativen Sinn. Es gab am Montagabend (24. April) massive Probleme beim Systemanbieter Reservix. Viele Fans bekamen keine Tickets, obwohl sie bereits Karten im „Warenkorb“ hatten. Im Laufe des Dienstags reagierten deshalb die Verantwortlichen: Aufgrund eines Systemfehlers werden mehrere Buchungen storniert und das entstandene Kontingent neu verteilt. Bei einer genauen Analyse habe man einen Systemfehler ausfindig machen können, heißt es dazu. Das dadurch entstandene Kontingent werde auf die zuerst eingeloggten User verteilt, welche sich keine Tickets sichern konnten. „Die Personen werden direkt angeschrieben und erhalten zwei Stehplatz-Tickets. Auch wenn dies nicht in den Händen des Vereins lag, bitten wir die Umstände nochmals zu entschuldigen“, schließt der Verein ab.
Der Online-Kartenverkauf für Spiel vier endete für viele Starbulls-Fans wieder mit einer Enttäuschung. Entweder es gab Probleme beim „Auschecken“ mit der PayPal-Zahlung oder es gab einen Hinweis „Reduzieren Sie ihre Ticketanzahl“. Bei wieder anderen Nutzern schluckte das System die angegebene Postleitzahl (zum Beispiel funktionierte 83043 aus Bad Aibling nicht).
„Ich kann die Enttäuschung von Fans verstehen, wenn sie keine Karte bekommen haben. Wir hätten rund 18000 Karten verkaufen können, sodass 13000 leider leer ausgehen. Es stimmt allerdings, dass es am Montag in den ersten zwölf Minuten massive Probleme beim Online-Verkauf gab,“ erklärte Starbulls-Geschaftsführer Daniel Bucheli. „Genauso wie Ihr, sind wir mehr als verärgert“, schrieben die Starbulls und sprachen auch von „möglichen Konsequenzen“.
Schon vor dem Start des Kartenverkaufs für Mitglieder am Stadion soll es Unregelmäßigkeiten gegeben haben, für die aber nicht die Starbulls verantwortlich sind.
Zwar wurden pro Mitglied nur zwei Karten verkauft, allerdings sollen sich Personen mehrfach angestellt haben und so auch zu mehr Karten gekommen sein. „Was sind das für Menschen, die so etwas machen”, kommentierte Daniel Bucheli diese Vorgehensweise. „Wir finden, dass der Kartenverkauf für unsere Mitglieder sehr gut geklappt hat“, so Bucheli weiter.
Gerüchte, dass die Rosenheimer Firma Krones (Teampartner der Starbulls) 400 Stehplatz-Tickets für das Finale zur Verfügung gestellt bekommen hat, trieben dem Starbulls-Geschäftsführer die Zornesröte ins Gesicht: „Das ist einfach gelogen. Die Firma Krones hat für ihre 2000 Mitarbeiter schon die gesamte Saison eine Vorverkaufsstelle mit 150 Karten. Dieses Kontingent wurde für die Halbfinals und für das Finale drastisch reduziert. Das ist Fakt und die Krones-Mitarbeiter haben bzw. hatten beim Online-Verkauf auch keinen zeitlichen Vorteil.“ bz