Rosenheim – Es war schon eine bittere Pille, die der TSV 1860 Rosenheim am vergangenen Spieltag der Fußball-Bayernliga Süd schlucken musste. Beim 0:5 gegen die Drittliga-Reserve des FC Ingolstadt wurden den Sechzigern gerade in der Anfangsphase deutlich die Grenzen aufgezeigt. Wie bitter die Pille war und wie deftig die Nachwirkungen sind, wird sich heute ab 14 Uhr zeigen, denn dann wartet bereits die nächste Drittliga-Reserve auf den Tabellenvorletzten. Auf der Sportanlage in Gilching, auf der die „kleinen Löwen“ in dieser Saison zumeist ihre Heimspiele austragen, wartet die zweite Garnitur des TSV 1860 München auf den TSV 1860 Rosenheim. Und es tauchten Fragen auf: Kommen die Innstädter erneut unter die Räder? Oder rehabilitieren sie sich?
Wenn man aus dem Ingolstadt-Spiel die Lehren zieht, dann sollten die Rosenheimer wesentlich kompakter und zweikampfstärker auftreten. Es gilt, die spielstarken Löwen in die Duelle zu zwingen und mit viel Laufarbeit die Räume eng zu machen. Und: Den Respekt vor dem Gegner abzulegen. „Wir hatten zu viel Respekt“, hatte 1860-Coach Robert Gierzinger nach der 0:5-Klatsche bemängelt. Nach einer Viertelstunde lagen die Rosenheimer schon mit 0:3 im Rückstand, wenige Minuten später fiel der vierte Gegentreffer. Erst danach kamen die Sechziger besser ins Spiel. Das sollte nicht mehr passieren! Zumal dieses Spiel ja schon die Generalprobe für den Showdown gegen Hallbergmoos ist. Am nächsten Wochenende kommt es in Rosenheim zum Kellerduell, das im Kampf gegen den Direktabstieg schon entscheidenden Charakter haben dürfte. Vor dem 30. Spieltag hatten die Sechziger drei Zähler Vorsprung auf das Schlusslicht, und nur der Letzte muss direkt in die Landesliga runter. „Auf dieses Spiel arbeiten wir hin“, heißt es aus dem Rosenheimer Lager. Mit einem Erfolgserlebnis aus Gilching in dieses Spiel zu gehen, wäre natürlich für die Köpfe der Spieler von besonderer Bedeutung.