„Jetzt wollen wir auch gewinnen“

von Redaktion

SG Söllhuben/Frasdorf und VfL Waldkraiburg um Kreispokal

Söllhuben – Wer darf weiter vom ganz großen Los träumen? Das entscheidet sich am Montag ab 17 Uhr, wenn die SG Söllhuben/Frasdorf und der VfL Waldkraiburg im Finale des Fußball-Kreispokals Inn/Salzach in Söllhuben aufeinandertreffen. Nur ein Team kann in die erste Hauptrunde im bayerischen Toto-Pokal der kommenden Saison einziehen und dort auf hochklassige Gegner wie den TSV 1860 München, den FC Ingolstadt oder die SpVgg Unterhaching hoffen. „Ich finde die Begegnung sehr reizvoll. Für die SG Söllhuben/Frasdorf ist es ein erstes Highlight seit der Vereinigung. Dass nicht immer der Verein gewinnt, der in der Tabelle besser da steht, haben wir ja letztes Jahr erst erlebt“, schätzt Gruppenspielleiter Alexander Hübner ein.

Für den VfL Waldkraiburg ist es die große Chance, die Finalniederlage aus dem vergangenen Jahr wiedergutzumachen. Damals unterlag der Kreisligist dem ASV Kiefersfelden mit 0:2. Auch in diesem Jahr kam dieses Duell zustande, allerdings bereits im Halbfinale. Anders als noch eine Spielzeit zuvor, setzte sich beim 3:1-Erfolg aber der VfL durch und nahm somit erfolgreich Revanche. Für die Waldkraiburger könnte die Saison sowieso nicht besser laufen: Neben der Chance auf den Pokaltriumph ist auch die Meisterschaft in der Kreisliga 2 noch möglich. „Der Pokal hat einen sehr hohen Stellenwert. Der Aufstieg ist vielleicht noch wichtiger, aber der Pokal ist auch ganz oben dabei“, ordnet VfL-Abteilungsleiter Francis Muchingile ein. Mit einem Sieg am Montag wäre zumindest der erste Titel bereits sicher.

Das will die SG Söllhuben/Frasdorf allerdings verhindern. Für die Mannschaft von Trainer Marcus Moser ist das Finale eine gewonnene Abwechslung zum tristen Liga-Alltag. In der Kreisliga 1 läuft es für die Spielgemeinschaft nämlich gar nicht rund: Mit 19 Punkten aus 20 Spielen steht man dort auf dem direkten Abstiegsplatz. Ein Erfolg im Pokalfinale könnte dem Selbstvertrauen durchaus einen Schub geben und Energie für den Saisonendspurt entfachen. „Am Anfang dachten wir, die Gruppenspiele wären ein paar nette Testspiele. Dass wir so weit kommen, damit hat auch niemand gerechnet“, gibt Moser zu und fügt an: „Jetzt wollen wir natürlich auch gewinnen.“ Die Gastgeber des Endspiels setzten sich im Halbfinale mit 2:0 gegen den TuS Engelsberg durch – und dürfen im Kampf um den Einzug in den Toto-Pokal nun auf den Heimvorteil hoffen.

Doch bevor es zum Endspiel der Herren kommt, dürfen sich ab 12 Uhr auch die C-Junioren von Wacker Burghausen II, der JFG Mangfalltal-Maxlrain, der JFG Hochstaufen und des TSV Buchbach beweisen. Diese spielen in Söllhuben ihren Kreissieger im Bau-Pokal aus und dürfen den großen Pokal-Spieltag einläuten. „Die Idee hatte unser Kreisvorsitzender Michael Baumann. Den Gedanken hatten wir im letzten Jahr schon, da hat es sich aber nicht ergeben. Jetzt haben wir es geschafft, da freuen wir uns sehr darüber“, teilt Hübner mit. In der Halbzeit des Herren-Endspiels findet zudem die Auslosung der Relegationspaarungen statt. „Da sind sicher auch einige Leute neugierig darauf“, weiß der Gruppenspielleiter.

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