Stephan Goldammer vom TuS Großkarolinenfeld hat die Prüfung zum 5. Dan erfolgreich gemeistert und trägt somit die derzeit höchste zu erlangende Stufe des schwarzen Gurts im Judo.
Damit hat er sich nicht nur die höchste durch eine Prüfung zu erlangende Graduierung im deutschen Judo erarbeitet, sondern zählt außerdem zu den nur rund 50 Judokas, die in Bayern überhaupt diese Graduierung tragen dürfen.
Die erste Teilprüfung wurde im Fach Kata (= Form) abgelegt. Hier musste Goldammer mit seinem Partner Simon Pfaab zwei unterschiedliche traditionelle Formen des Kodokan Judo demonstrieren. Thematisiert wurden in der ersten Form, der Kime no Kata, Techniken der Selbstverteidigung, unter anderem auch gegen Schwerter und Messer. In der zweiten Form, der Itsutsu no kata, wurden die Elemente des Judo symbolisch dargestellt. Beide Formen wurden erfolgreich bestanden und so konnte sich Goldammer auf die restlichen drei Prüfungsfächer vorbereiten.
Nach monatelanger, intensiver Vorbereitung musste er sich einem dreiköpfigen Prüfungskomitee aus höchstgraduierten Prüfern stellen. Hier stellte er seine Ausarbeitungen zu den Themen Methodik, Entwicklung des deutschen Judo und einer selbst erdachten Form mit dem Thema „Siegen durch Nachgeben“ in Praxis und Theorie vor. Letztendlich bestand Goldammer in allen Fächern mit Bravour und mit außerordentlicher Anerkennung seiner Leistung.
Besonders hervorzuheben sei noch, dass nur ein Bruchteil der Judokas mit einem 5. Dan diesen wie der Großkarolinenfelder über eine Prüfung erlangten. Ein Großteil erhält diese Auszeichnung durch Ehrung besonderer Verdienste und ist meist auch nicht mehr sportlich aktiv. Somit hat die Judo-Abteilung des TuS Großkarolinenfeld nun zwei hohe Dangrade, da auch Simon Pfaab Anfang 2022 bereits die Prüfung zum 4. Dan bestanden hatte.re