47 Tage Warten sind vorbei

von Redaktion

Kolbermoors Tischtennis-Damen starten ins Viertelfinale

Kolbermoor – Genau 47 Tage mussten Kolbermoors Tischtennis-Damen warten, um mit dem Viertelfinal-Hinspiel am heutigen Freitag beim TSV Langstadt in die entscheidende Phase der Bundesliga-Saison eintreten zu können. Am Sonntag folgt um 14 Uhr Teil zwei, dann aber vor eigenem Publikum.

Ob es Fluch oder Segen ist, bereits das Viertelfinale bestreiten zu müssen, steht auf einem anderen Blatt. Hätte man gegenüber dem TTC Berlin eastside ein Pünktchen mehr auf dem Konto oder vielleicht ein besseres Satzverhältnis, dann wäre man als Tabellenzweiter sogar bis zum 2. Juni in der Warteschleife gehangen. So aber kann man sich für ein mögliches Halbfinale einspielen. Der Gegner im Viertelfinale heißt aber erst einmal TSV Langstadt, seines Zeichens Tabellensechster.

Auf den ersten Blick scheint dies die berühmte „gmahde Wiesn“ zu sein. Aber im Gegensatz zur Meisterschaft, in der Kolbermoor zweimal knapp erfolgreich war, ist Play-off doch etwas anderes. Dass da so viel passieren kann, weiß auch Kolbermoors Trainer Michael Fuchs: „Es wird auf alle Fälle ein schwieriges Spiel.“ Aufstellungsmäßig scheint alles klar zu sein. Auf heimischer Seite hat man sogar die Qual der Wahl, denn alle Spielerinnen sind fit und einsatzbereit. Auf der Gegenseite könnte es die eine oder andere Baustelle geben. So hat Petrissa Solja den Schläger an den Nagel gehängt und Langstadts zweite Spitzenspielerin, Wai Yam Minnie Soo, krankheitsbedingt nur vier Spiele in der Rückrunde bestritten. Ihr Einsatz wird deshalb von einem großen Fragenzeichen begleitet. Dazu fiel auch Tanja Krämer zuletzt verletzungsbedingt aus. Langstadts Trainer Thomas Hauke war in der Endphase der Meisterschaft deshalb nicht zu beneiden. Was er trotzdem aus dem Team herausgeholt hat, war bemerkenswert. So hat sich Chantal Mantz zu einer hervorragenden Spielerin im vorderen Paarkreuz entwickelt, was sowohl Linda Bergström wie auch Kristin Lang in jeder Hinsicht unterstreichen können. Sie mussten in der Vorrunde jeweils zwei Niederlagen hinnehmen. Und dann hat sich auch Franziska Schreiner in der Vorrunde eine Top-Bilanz erspielte. Kristin Lang musste gegen die gebürtige Aschaffenburgerin zuletzt zweimal über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. „Wir hoffen, dass wir im hinteren Paarkreuz Vorteile auf unserer Seite haben“, so Fuchs, der auch den Eingangsdoppeln besondere Bedeutung beimisst.

Der Kolbermoorer Trainer ist am Wochenende verhindert und wird durch von der ehemaligen Weltklassespielerin Krisztina Toth vertreten. Ein Spiel im Vorübergehen wird es wahrscheinlich nicht, denn es gibt noch ein besonderes Detail: Mindestens 200 Zuschauer werden die zweitkleinste Halle der Bundesliga in einen Hexenkessel verwandeln und ihr Team frenetisch anfeuern.

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