Söllhuben – Am Pfingstwochenende werden die letzten Punktspiele angepfiffen, doch die Fußball-Saison dauert mindestens noch zwei Wochen länger. „Relegation“ heißt das Zauberwort, das die Amateurfußball-Fans Jahr für Jahr elektrisiert. Für jede Liga gelten dabei andere Regeln. So werden die Partien bis zur Bezirksliga in Hin- und Rückspiel ausgetragen, auf Kreisebene wird auf neutralen Plätzen gespielt. Die OVB-Heimatzeitungen zeigen den Weg durchs Relegations-Dickicht.
Für den Kreis Inn/Salzach loste Frauen-Spielleiterin Michaela Heinzlmeier-Meissl als „Glücksfee“ am Rande des Toto-Pokal-Finales in Söllhuben die Paarungen aus – und nicht nur Spieler und Fans der gegen den Kreisliga-Abstieg kämpfenden Gastgeber hörten am Stadion-Mikrofon aufmerksam zu.
Regionalliga: Der Meister – aller Voraussicht nach die SpVgg Unterhaching – muss sich in diesem Jahr erst noch gegen den Vertreter der Regionalliga Nordost durchsetzen, um aufzusteigen. Am 1. und 5. Juni dürfte der Gegner Energie Cottbus oder Rot-Weiß Erfurt heißen. Wenn die Hachinger aufsteigen, werden in der Relegation zwischen dem 15. und 16. der Regionalliga und den beiden Vizemeistern der Bayernligen mindestens zwei freie Plätze in der Regionalliga ausgespielt. Sonst ist es wohl nur einer, weil der SpVgg Bayreuth akut der Abstieg aus der 3. Liga droht.
Bayernliga: Nur eine Mannschaft steigt direkt in die Landesliga ab. Das macht 1860 Rosenheim Hoffnung, den Klassenerhalt noch über die Relegation zu schaffen. Doch dort müssen die sieben Teilnehmer aus den beiden Bayernligen mit den fünf Landesliga-Vizemeistern zwei Runden überstehen, um drinzubleiben. Von zwölf Vereinen qualifizieren sich nur drei. Der punktbeste 14. der beiden Bayernligen entgeht übrigens der Relegation, im Moment wäre das der TSV Dachau 65. Die Spiele werden regional zugelost – gut möglich also, dass die „Sechziger“ (wenn sie Vorletzter bleiben) auf den Vizemeister der Landesliga Südost treffen. Bruckmühl? Traunstein?
Landesliga: Sieben aus 28 heißt hier die Formel.
13 Landesligisten aus ganz Bayern treffen auf die 15 Vizemeister der Bezirksligen. Nur eine von jeweils vier Mannschaften bleibt drin oder steigt auf.
Der 15. und 16. aus den fünf Landesligen sind auf jeden Fall dabei, die Tabellen-14. müssen rechnen. Von ihnen sind die zwei mit den meisten Punkten direkt gerettet. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der 14. der ausgeglichenen Landesliga Südost dazu gehört. Pullach hat schon 39 Punkte aus 30 Spielen auf dem Konto und ist damit mit Abstand bester 14.
Bezirksliga: Die drei Vizemeister aus Oberbayern kämpfen um den Aufstieg in die Landesliga. Vier Spieltage vor Schluss kommen alle drei aus der Landeshauptstadt: SpVgg 1906 Haidhausen (Gruppe Süd), SK Srbija (Ost) und SpVgg Feldmoching (Nord). Zwischen den drei Bezirksligen und den neun Kreisligen wird erstmals seit einem Jahrzehnt wieder eine echte Relegation ausgetragen statt einer separaten Auf- und Abstiegsrunde. Dabei trifft zunächst der Vizemeister aus der Kreisliga 2 auf den 13. der Bezirksliga Ost und der Zweite der Kreisliga 1 auf den Vizemeister der Münchner Kreisliga 3. Möglich wäre dabei ein Lokalderby zwischen dem VfL Waldkraiburg und dem TSV Buchbach II, der ASV Großholzhausen müsste derzeit gegen den starken SC Baldham-Vaterstetten ran. Die beiden Sieger spielen dann einen Platz in der Bezirksliga aus.
Auslosung im
Kreis Inn/Salzach
Relegation zur Kreisliga: Der Zwölfte und 13. der beiden Kreisligen und die vier Vizemeister der Kreisklasse kämpfen um zwei Plätze in der Kreisliga. Es gilt also, zwei Runden zu überstehen, um aufzusteigen oder drinzubleiben. In der ersten Runde wurden die Paarungen regional zugelost – es riecht nach einer Relegation der kurzen Wege (in Klammern die Teilnehmer nach dem Tabellenstand vom 2. Mai):
Spiel 1: 13. Kreisliga 1 (TuS Bad Aibling) – Zweiter Kreisklasse 1 (SV Tattenhausen)
Spiel 2: 12. Kreisliga 1 (SC Vachendorf) – Zweiter Kreisklasse 4 (SV Oberteisendorf)
Spiel 3: 13. Kreisliga 2 (DJK-SV Edling) – Zweiter Kreisklasse 2 (DJK-SV Griesstätt)
Spiel 4: 12. Kreisliga 2 (SV Kay) – Zweiter Kreisklasse 3 (FC Töging II)
Spiel 12: Sieger Spiel 1 – Sieger Spiel 3
Spiel 13: Sieger Spiel 2 – Sieger Spiel 4
Relegation zur Kreisklasse: Der Vorletzte und der Drittletzte der vier Kreisklassen spielen gegen die Vizemeister der sechs A-Klassen um sieben freie Plätze in der Kreisklasse. Dabei kommt es auch zu einem Kreisklassen-Duell. Ein Spiel reicht also, um aufzusteigen oder drinzubleiben. Die Paarungen wurden regional zugelost (in Klammern die Teilnehmer nach dem Tabellenstand vom 2. Mai):
Spiel 5: 11. Kreisklasse 2 (FC Maitenbeth) – Zweiter A-Klasse 4 (TV Kraiburg)
Spiel 6: 11. Kreisklasse 3 (SV Schwindegg) – Zweiter A-Klasse 5 (TSV Heiligkreuz)
Spiel 7: 12. Kreisklasse 2 (TSV Eiselfing) – Zweiter A-Klasse 3 (DJK SV Oberndorf)
Spiel 8: 12. Kreisklasse 3 (SG Perach/Winhöring) – 10. Kreisklasse 1 (SV Nußdorf)
Spiel 9: 12. Kreisklasse 4 (TSV Bergen) – Zweiter A-Klasse 2 (SV Unterwössen)
Spiel 10: 11. Kreisklasse 4 (SG Chieming/Grabenstätt) – Zweiter A-Klasse 6 (TSV Petting)
Spiel 11: 11. Kreisklasse 1 (TuS Großkarolinenfeld) – Zweiter A-Klasse 1 (SV Bad Feilnbach).