Westerndorf/Schloßberg – Kann der TSV Teisendorf (1. Platz/46 Punkte) bereits am 23. Spieltag der Fußball-Kreisliga 1 die Sektkorken knallen lassen? Die Antwort lautet „Nein“. Mit einem Dreier beim SC Anger (8./26) am Freitag (19.30 Uhr) würden die „Rothosen“ zwar ihr Punktepolster auf den ersten Verfolger ASV Großholzhausen (2./37) auf zwölf Zähler ausbauen, doch selbst wenn die Elf von Franz Riepertinger am Samstag (15 Uhr) beim FC Hammerau (10./26) verlieren sollte, spricht der direkte Vergleich für den ASV (4:0/1:0) – Titelentscheidung somit vertagt.
Einen richtig schweren Brocken hat der Hammerauer „Club“ vor der Brust, der mit Großholzhausen das formstärkste Team der Rückrunde zu Gast hat. In diesem Klassement ist der ASV gar Spitzenreiter der achthöchsten Spielklasse. Verstecken muss sich die René-Pessler-Elf jedoch keineswegs, denn Hammerau steht in der Rückrundentabelle auf dem dritten Rang.
Bereits am Freitag (19 Uhr) kreuzen der Bezirksliga-Absteiger SV Westerndorf und der ASV Au an der Römerstraße die Klingen. Während sich die Elf von Franz Pritzl nach drei Niederlagen in Folge ein bisschen aus dem Rennen um Platz zwei verabschiedet hat, wittert der ASV noch seine Chance.
„Eines der schwersten Spiele“ hat laut Coach Michael Kantsperger der TSV Bad Reichenhall (4./34) am Samstag (15 Uhr) bei Schlusslicht SG Söllhuben/Frasdorf (14./19) vor der Brust (in Frasdorf). „Sie müssen jetzt irgendwann ihre letzte Chance ergreifen. Das macht’s für uns sicher nicht einfach.“ Kantsperger hört übrigens am Ende der Saison auf, sein Nachfolger ist offiziell noch nicht bekannt.
Nach dem leichten Aufwärtstrend in der Partie beim SC Inzell (1:1) erwartet die SG Schönau (5./33) am Samstag (15 Uhr) den BSC Surheim (7./27). Das Duell SV Schloßberg (11./25) gegen SC Inzell (9./26) am Samstag (14 Uhr) verspricht ebenfalls Brisanz. Beide Teams befinden sich zwar aktuell über dem Strich, benötigen jedoch weiterhin Zählbares, um nicht noch in große Abstiegsnot zu gelangen.
Zu einem echten Kellerkrimi kommt es am Sonntag (15 Uhr) zwischen dem SC Vachendorf und dem TuS Bad Aibling. Der Aufsteiger hatte in der Frühjahrsrunde seine Höhen und Tiefen: Trotzte der SCV dem Ligaprimus Teisendorf einen Zähler ab, setzte es jüngst eine deutliche 0:5-Klatsche in Surheim. Auch die Kurstädter wissen, wie sie die Großen ärgern können (4:1 in Westerndorf, 1:1 in Großholzhausen).cs