Reinmund Hobmaier ist deutscher Meister

von Redaktion

10000 Meter: Silber für Filmon Abraham

Rosenheim – Mit einer Gold- und einer Silbermedaille präsentierten sich die regionalen Leichtathleten bei den deutschen Langstrecken-Meisterschaften in Mittweida/Sachsen.

Die weite Anfahrt von knapp 500 Kilometer nach Mittweida bei Dresden hatte sich für Reinmund Hobmaier vom PTSV Rosenheim zu diesen Titelkämpfen wahrlich gelohnt, um sich auf der für ihn „kurzen“ 5000-Meter-Bahnstrecke gegen die besten deutschen M60-Senioren zu stellen. Nach dem Startschuss absolvierte der Priener den ersten Kilometer innerhalb seiner Gegner, doch dann wurde ihm die Bummelei zu langsam und verschärfte das Tempo. Damit setzte er sich von allen seinen Gegnern von Runde zu Runde immer weiter ab und arbeitete sich damit zielstrebig zum Gold. Nach einem langgezogenen Endspurt wurde Reinmund Hobmaier nach zwölfeinhalb Stadion-Runden souverän und überaus verdient neuer deutscher Meister. Mit ausgezeichneten 18:11,05 Minuten gewann der 60-Jährige deutlich vor Hakim Ouahioune vom hessischen LG Wettenberg mit 18:31,68 Minuten und Uwe Merdon vom Citylauf-Verein Dresden mit 18:38,51 Minuten. Mit dieser Goldmedaille feierte der PTSV-Läufer übrigens seinen zweiten deutschen Titel innerhalb einer Woche, zumal er wenige Tage zuvor bereits deutscher Meister im Berglauf wurde.

In einer blendenden Verfassung präsentierte sich in der Hauptklasse der Männer aber auch der Traunsteiner Filmon Abraham über 10000 Meter. Auf den 25 Stadion-Runden zeigte der 30-Jährige eine glänzende Vorstellung seines Könnens. Am Ende spurtete der international erfahrene Nationalkaderläufer auf starke 28:12,79 Minuten und wurde damit deutscher Vize-Meister. Seine persönliche Bestzeit verfehlte er um knapp neun Sekunden. Diese wäre auch im Bereich des siegreichen und dennoch hochfavorisierten Nils Voigt vom TV Wattenscheid mit 28:03,15 Minuten (1.) gewesen. Wie schnell die Leistung von Filmon Abraham ist, zeigt ein Blick in die internationalen Ranglisten. In der Weltrangliste klettert er hier auf den 78. Platz hinter dem US-Amerikaner William Kincaid mit 27:06,37 Minuten. In Europa reiht sich der Traunsteiner auf dem 15. Platz hinter dem Schweizer Jonas Raess mit 27:26,40 Minuten ein. stl

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