Sechziger erst im Halbfinale gescheitert

von Redaktion

Rosenheimer Ü50-Basketballer belegen den dritten Platz bei der Heim-DM

Rosenheim – Wer zum Turnier der deutschen Meisterschaft der Ü50-Basketballer in die Gabor-Halle kam, um sich das Finale anzuschauen, der traf auf ein bunt gemischtes Publikum aus alten und jüngeren Basketball-Interessierten und Spielern aus den 14 Mannschaften, die es nicht bis in die allerletzte Partie geschafft hatten: Viele zum Teil groß gewachsene Männer, der ein oder andere mit Bauchansatz unter dem frisch erworbenen Turniershirt, einige davon nicht mehr ganz „rund“ unterwegs, manch einer gar mit einem „Veilchen“ im Gesicht – Spuren eben, die ein zweitägiges Turnier mit mindestens sechs Partien bei nicht mehr ganz so jungen Sportlern hinterlässt…

Unten auf dem Parkett allerdings über weite Strecken ein anderes Bild: Auch im verflixten siebten Spiel herrschte phasenweise noch beachtliches Tempo, und so manche Aktion ließ erkennen, dass einige Akteure in früheren Zeiten auf Bundesliganiveau unterwegs waren. So etwa auch André Bade, seines Zeichens Aufbauspieler beim SC Rist-Wedel und ehemaliger Nationalspieler, der seinem Team in einem hart umkämpften Endspiel maßgeblich zum verdienten 44:39-Erfolg gegen die SG Köln/Königsdorf verhalf.

Die Rist-Wedeler waren es auch, die zuvor in der Wolfgang-Pohle-Halle den Titelträumen der Gastgeber ein Ende bereitet hatten: Zu ausgeglichen und abgezockt erwiesen sich die Hamburger, die in dieser Formation mehr oder minder seit Jahrzehnten zusammenspielen, für die Sechziger, die im gut besuchten Halbfinale vor allem offensiv zu viele Chancen liegen ließen, um dem eingespielten Titelaspiranten beim letztlich deutlichen 39:22-Sieg gefährlich werden zu können.

Bei den drei vorhergegangenen Siegen gegen Charlottenburg (38:30), Feuerbach (50:34) und die SG Langen/ Frankfurt (31:19) sowie dem Unentschieden gegen Hamburg Nord (34:34) bewiesen die Rosenheimer um Kapitän Christian März und USA-„Reimport“ Brendan Murphy aber, dass auch sie ihr Handwerk noch nicht verlernt haben und legten so den Grundstein für einen hervorragenden dritten Platz, der mit dem abschließenden 37:32-Erfolg gegen Schalke 04 gesichert wurde.

Neben den bereits Genannten bestand das Sechziger-Team aus Frank Amann, Lalo Balduzzi, Florian Bergmann, Uli Eckhardt, Lutz Graumann, Roland Hartmann, Martin Jobst, Robert Klein, Jürgen Mayerhofer, Andi Schlüter, Burkhart Steinbach und Florian Willkomm.

Nicht nur das erfolgreiche Abschneiden seiner Mannschaft stimmte Abteilungsleiter Andi Schlüter am Ende glücklich und zufrieden mit dem Verlauf des Turnierwochenendes: „Super Turnier, faire Spiele, tolles Feedback von den Gästen, eine rundum gelungene Veranstaltung – vielen Dank den vielen Helferinnen und Helfern, die dieses Event möglich gemacht haben!“ Derselben Meinung war auch Dritte Bürgermeisterin Gabi Leicht, selbst ein langjähriges Abteilungsmitglied der Sechziger-Basketballer, die es sich am Vorabend beim gesellschaftlichen Teil in der Gabor-Halle nicht hatte nehmen lassen, ein Grußwort an die teilnehmenden Mannschaften zu richten.

Artikel 1 von 11