Ruhpolding – Es ist immer der berühmte „Schnee von gestern“, wenn man auf die Erfolge der heimischen Wintersportler aus dem vergangenen Winter schaut. Mittlerweile hat für sie bereits die Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. So auch für Elias Seidl, den 18-jährigen Biathleten vom SC Ruhpolding. Neben der sportlichen Entwicklung kommt bei ihm auch noch die vierjährige Ausbildung bei der Bundespolizei, in deren Sportfördergruppe er in Bad Endorf ist.
Trotzdem lohnt sich bei Elias Seidl der Blick zurück, immerhin hat er bei der Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft zwei Silbermedaillen mit der Mixed-Staffel und der Jugend-Staffel gewonnen. In den Einzelrennen war der siebte Platz in der Verfolgung sein bestes Ergebnis. „Damit war ich sehr zufrieden“, sagt der rückblickend, gibt aber auch zu, dass die Teilleistungen im Einzel (21.) und Sprint (12.) nicht zu 100 Prozent gepasst hätten. „Ein tolles Erlebnis, die Erfolge des gesamten Teams und die Reise nach Kasachstan waren unglaublich“, schwärmt er noch Monate danach.
Nach einem kurzen Urlaubsausflug auf die alpinen Skipisten heißt es nun aber wieder schuften für die neue Saison. Mit seinem Trainer bei der Bundespolizei, Roland Biermeier, wird an den Grundlagen gearbeitet. Crosslauf, Radfahren und Schießen sind gefordert. Zuletzt ging es nach Kärnten an den Faaker See zum Radtraining. Jetzt heißt es für den jungen Polizeianwärter bis Ende Juli abwechselnd Schulbank und Trainingsgelände in Bad Endorf. Dann wird er sich wieder zum Training in der Chiemgau Arena einfinden, wo seine Coaches Isidor Scheurl, Tobias Reiter und Ralph Emonts auf ihn warten.
Für den kommenden Winter gibt es für den 18-Jährigen ein klares Ziel: die Qualifikation für den IBU-Junior-Cup und eine erneute Teilnahme an der Nachwuchs-WM. Den Grundstein dafür muss er bei den deutschen Meisterschaften im September in Ruhpolding legen. „Dazu muss ich meine Leistung stabilisieren, das heißt, mich im Laufen und Schießen steigern, um so einen größeren Schritt zu machen“, weiß der junge Sportler. Die Erfahrung seiner Mutter ist beim Erreichen der sportlichen Ziele durchaus hilfreich, schließlich wurde Martina Seidl unter ihrem Mädchennamen Zellner Olympiasiegerin und Weltmeisterin. „Da kann ich schon mal die eine oder andere Frage stellen. Aber in erster Linie sind für mich meine Trainer zuständig“, sagt er.