Bad Aibling/Söllhuben – In Sachen Meistertitel und Aufstiegsrelegation ist zum Saisonende in der Fußball-Kreisliga 1 alles geregelt. Im Abstiegskampf bleibt es dagegen spannend. Zudem steht im Landkreis Berchtesgadener Land noch ein Derby ins Haus – der BSC Surheim erwartet den TSV Bad Reichenhall. Alle sieben Partien der Schlussrunde gehen am Samstag ab 15 Uhr über die Bühne.
Die Kicker des TSV Bad Reichenhall (5. Platz/37 Punkte) gastieren bei Tabellennachbar Surheim. Die Sebastian-Huber-Crew liegt vier Zähler schlechter. Ob Huber als Spielertrainer weitermacht, ist noch offen – möglicherweise verpflichtet der BSC auch einen Teamchef von außerhalb. Bei Reichenhall verabschiedet sich Trainer Michael Kantsperger, der nun den Kreisklassisten TSV Waging übernimmt.
Einen weiteren Trainerabschied gibt es beim Spiel der SG Schönau (8./33) beim ASV Au (3./40). Der scheidende SG-Trainer Thomas Meissner möchte im letzten Match seiner zehnjährigen Trainer-Amtszeit wieder einigen jungen Kräften eine Chance geben, um sie auf die kommende Spielzeit vorzubereiten. Denn Stammkräfte wie Stefan Weinbuch kündigten an, aufzuhören. Daniel Widl hat aus persönlichen Gründen weniger Zeit, Michael Hirtl-Stanggassinger muss sich einer Operation unterziehen, und Lukas Laue wird sich wieder dem Ringen zuwenden.
Für den TuS Bad Aibling (13./24) geht es nach der Niederlage vom Mittwoch nur noch darum, den Relegationsplatz gegenüber Schlusslicht SG Söllhuben/Frasdorf zu verteidigen – der Vorsprung der Kleeblätter beträgt nur einen Punkt. Am Samstag geht’s – erneut in der Willing-Arena – gegen den bereits gesicherten SC Anger (7./33). „Das Spiel ist natürlich extrem wichtig für uns“, so Aiblings Spartenboss Lukas Kunze, „und mit einer Leistung wie gegen Au ist ein Sieg am Samstag definitiv möglich“. Er hofft darauf, dass der TuS in „hoffentlich drei Endspielen“ in der Liga bleibt, weiß aber auch: „Der Druck wird nicht weniger.“
Im Inntal treffen der ASV Großholzhausen (2./47) und der SV Schloßberg (11./29) aufeinander. Die Gastgeber beseitigten im Nachholspiel bei der SG Söllhuben (1:0) sämtliche Restzweifel und können sich also schon auf die Aufstiegs-Relegation konzentrieren. Jubeln konnte am Mittwoch auch der Aufsteiger aus Schloßberg, denn der ist nach der Aiblinger Niederlage gerettet und kann für ein weiteres Kreisliga-Jahr planen.
Weil der SC Vachendorf (12./26) Schloßberg aufgrund des schlechteren Direktvergleichs nicht mehr einholen kann, allerdings auch nicht mehr auf den einzigen Abstiegsrang abstürzen kann (den Direktvergleich mit Söllhuben gewann das Team von Manfred Reidinger deutlich), steht er als Relegationsteilnehmer fest. Mit dem SV Westerndorf (4./38) kommt am Samstag ein Team, gegen das man sozusagen bereits für die Saisonverlängerung testen kann. Für die Gäste geht es auch nur noch um die goldene Ananas.
Einen Sieg benötigt Laternenträger SG Söllhuben/Frasdorf (14./23). Der Fusionsklub kann das rettende Ufer nicht mehr erreichen, bestenfalls die rote Laterne noch weiterreichen. Dafür sind für die Marcus-Moser-Truppe allerdings drei Punkte gegen den bereits geretteten „Club“ aus Hammerau (10./30) Pflicht. Die Begegnung wird in Söllhuben absolviert.
Verabschiedet sich Ligaprimus TSV Teisendorf mit einem Sieg Richtung Bezirksliga? Gastgeber für den Meister ist der SC Inzell. Das Hinspiel entschied der frischgebackene Titelträger mit 2:0 für sich.cs