Grassau – Des einen Freud, des anderen Leid, das ist das Los in der Relegation nach Beendigung der regulären Fußball-Saison. Das war auch im Grassauer Sportpark so: der SV Unterwössen war nach dem Spiel im siebten Fußballhimmel, die SG Chieming/Grabenstätt im Tal der Tränen. Der A-Klassist hat den Elfmeterkrimi mit 4:1 gegen den Kreisklassisten gewonnen. In der neuen Saison tauschen beide Teams die Ligen.
Es war angerichtet: 661 zahlende Zuschauer waren in den Sportpark gepilgert, die „Roten“ aus Unterwössen reisten die knapp zehn Kilometer mit zwei Fanbussen an. Die gute Stimmung im Vorfeld wurde aber in den 120 Minuten nicht auf das Feld rübergebracht, zu verhalten spielten beide Teams, sodass das Match fast logischerweise mit einem torlosen Remis nach Verlängerung enden musste. Damit ging es in das Elfmeterschießen, und hier waren die „Roten“ die Abgeklärteren. Sie trafen mit ihren vier Schüssen, während die Chiemseer zwei Strafstöße versemmelten. Nach dem entscheidenden Schuss von Youness Haberland brachen alle Dämme und die „Wössner“ Fans feierte ihre Helden, die nach 2002 zum zweiten Mal in die Kreisklasse aufgestiegen sind.
Für Trainer Kilian Lehrberger, für den es sein letztes Spiel für Unterwössen war, ging ein Traum in Erfüllung. „Es war für uns verdient. Einen großen Respekt an meine Mannschaft, die nach den 90 und 120 Minuten noch die Nerven zum Elfmeterschießen hatte“. Als fairer Verlierer gratulierte Wolfgang Mayer, der Co-Trainer der SG vertrat den im Urlaub weilenden Christoph Reiter: „Heute haben uns zu viele Spieler gefehlt, es war nicht mehr drin.“don