Unterreit – Nicht nur die Fußball-Bundesliga kann Drama, auch die Kreisklasse. Der TSV Eiselfing hat aus einem 0:1 in der 88. Minute in der Verlängerung gegen den TV Kraiburg noch ein 4:1 gemacht und sich damit ein weiteres Jahr in der Kreisklasse gesichert.
Dabei hatte sich der selbstbewusste Vizemeister der A-Klasse 4 den Führungstreffer redlich verdient. Bis auf eine Drangphase der Eiselfinger nach der Pause, die jedoch nur zu einem Lattentreffer führte, waren die Kraiburger vor fast 1000 Anhängern auf dem Platz des FC Grünthal die agilere, frischere und stürmischere Mannschaft, die ihre schnellen Stürmer immer wieder nach vorne schickte. Allein in den drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff musste TSV-Torhüter Simon Hamburger dreimal rettend eingreifen.
Das vermeintlich erlösende 1:0 (88.) entsprang einer ansehnlichen Kombination. Mohammed Al-Garadi setzte Thomas Voglmaier ein, der den Ball aus acht Metern an Hamburger vorbeibugsierte. Der Siegtreffer? Sechs Minuten Nachspielzeit zeigte Schiedsrichter Markus Heuschneider (Bergen) an, vier davon waren vorbei, als Thomas Mühlberger im Strafraumgetümmel zu einem Fallrückzieher ansetzte, der die Kraiburger Hintermannschaft samt Torwart überraschte – das 1:1, Verlängerung.
Der Rest war Psychologie. Eiselfing hatte Oberwasser, erst recht, nachdem Kraiburgs Tim Losbichler ein Eigentor zum 2:1 (93.) unterlief. Spätestens als Stefan Schuster zum 3:1 (98.) abstaubte, fehlte Kraiburg die letzte Überzeugung, dem Spiel noch einmal die Wende geben zu können. Martin Huber machte mit dem 4:1 (108.) den Deckel drauf. ah