Reit im Winkler trainiert Österreich

von Redaktion

Falk Göpfert ist der neue „Chef“ vom Langlaufteam

Reit im Winkl – Falk Göpfert aus Reit im Winkl, so heißt der neue Trainer des Österreichischen Langlaufteams. Der 50-Jährige ist ab sofort für die Trainingsgruppe 1 im ÖSV zuständig und hat seine Arbeit mit zwei Trainingseinheiten auf dem Dachstein-Gletscher aufgenommen. „Nachdem es mit meinen Vorstellungen und denen mit dem DSV nicht gepasst hat, habe ich dort meinen Vertrag nicht verlängert“, so Göpfert, der zuletzt am Stützpunkt Ruhpolding für die Gruppe der Langläufer als Trainer zuständig gewesen ist. Dazu war er auch Teil des Trainerstabs im deutschen Weltcup-Team.

Der Kontakt ins Nachbarland kam Anfangs zunächst beim letzten Weltcup in Lathi zustande. „Das hat sich über den sportlichen Leiter der ÖSV-Langläufer, Alois Stadlober so ergeben. Zunächst war es nichts konkretes, erst nach einem weiteren Gespräch Ende April sind wir uns einig geworden“, berichtet der 50-Jährige der nun noch einige Formalitäten mit dem ÖSV klären will. „Im Prinzip kann ich meine Vorstellungen in Österreich verwirklichen. Das heißt, für meine Entscheidungen habe ich freie Hand.“ Aushängeschild seiner Gruppe ist die 30-jährige Teresa Stadlober, die im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in Peking Bronze im Skiathlon gewann. Bei den Männern sind es mit Benjamin Moser, Lukas Mrkonjic und Michael Föttinger Sprinter und dazu kommt noch Mika Vermeulen der in Lillehammer trainiert und als große Hoffnungsträger gelten. Beim ÖSV hält man große Stücke auf den Deutschen und baut auf seine jahrelange Erfahrung. „Ich freue mich auf diese spannende Herausforderung und mit Teresa Stadlober eine Olympiamedaillen-Gewinnerin zu trainieren, ist eine reizvolle Aufgabe“, freut sich Göpfert.

Auch bei den Herren sieht er Potenzial und sagt, dass die Weltspitze nicht soweit entfernt sei. Seine ersten Eindrücke seien vielversprechend. „Wir müssen jetzt in der Vorbereitung auf die Saison die richtigen Maßnahmen zu setzen, um die Sportler individuell weiterzuentwickeln“, gibt Göpfert vor. „Strom alleine reicht nicht, es muss auch die Energie da sein“, bringt er es auf den Punkt. Für Göpfert und sein Team steht eine umfangreiche Vorbereitung auf dem Programm. „Wir entwickeln die Grundlagen und Ausdauer jetzt im Training und dazu kommt Technik, Technik und nochmal Techniktraining“, verspricht der Trainer. Ende Juni geht es zum Lehrgang an die alte Wirkungsstätte in Ruhpolding und im Juli nach Norwegen. Dort wird man im August am traditionellen „Blink-Festival“ in Lysebotn teilnehmen. shu

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