„Ich will Eishockey-Profi werden“

von Redaktion

U21-Fördervertrag: Starbulls-Eigengewächs Kilian Kühnhauser weiß genau, was er will

Rosenheim – Die gute Arbeit im Rosenheimer Eishockeynachwuchs trägt Früchte: Mit dem 18-jährigen Kilian Kühnhauser erhält ein echtes Starbulls-Eigengewächs einen Fördervertrag als U21-Spieler. Der Sohn des früheren Starbulls-Spielers Bernd „Bobo“ Kühnhauser, der nach langen Jahren in Düsseldorf seine Karriere in der Saison 2005/2006 in Rosenheim beendete, weiß ganz genau, was er will.

Wie ist es denn mit dem Eishockey bei Ihnen losgegangen?

Ich habe erst einmal Fußball gespielt, aber das hat mir dann doch nicht so viel Spaß gemacht. Dann kam das Schlüsselerlebnis, als ich bei meinem Nachbarn Benedikt Dietrich einen Eishockeyschläger samt Handschuhen bekommen habe. Ab da war klar: Ich will Eishockey spielen.

Ihr Papa hatte seine aktive Karriere ein Jahr, nachdem Sie geboren wurden, beendet. Sie haben ihn also nie spielen sehen. Was wissen Sie über seine Karriere?

Live gesehen hab ich ihn leider nicht, aber ich weiß natürlich schon, dass er bei der WM gespielt hat und mit Düsseldorf 1996 deutscher Meister wurde. Und das Abschiedsvideo mit ein paar Clips habe ich auch gesehen.

Wie ist das, wenn der Papa bei der U20 als Trainer hinter der Bande steht?

Eigentlich nichts Besonderes, weil er mit mir umgeht und spricht wie mit allen anderen Spielern auch. Da ist er einfach unser Trainer.

Was war Ihr bisher größter Moment in der noch jungen Karriere?

Da gibt es zwei Momente. Einmal mein erstes Tor im Seniorenbereich beim Spiel in Klostersee. Obwohl das Stadion klein ist, herrscht da eine super Stimmung und da mein erstes Tor zu erzielen, war schon ganz besonders. Mike Glemser hat das Bully gewonnen, Michael Knaub fuhr mit der Scheibe hinter das Tor, passte auf mich und ich stand allein vor dem Kasten und habe das 3:1 erzielt. Super war natürlich auch die Teilnahme bei der U18-Weltmeisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft.

Da spielt man dann gegen die Top Nationen und gegen starke Spieler. Wo lag da der Unterschied zu Eurem Team?

Die großen Nationen haben einfach eine größere Auswahl an super Eishockeyspielern. Die sind körperlich stark, enorm schnell und sind einfach in der Breite mit Topspielern ausgestattet.

Die haben also kaum Schwächen. Wie sieht es mit Ihren Stärken und Schwächen aus?

Ich weiß schon, was ich kann und wo ich mich noch verbessern will und muss. Aber letztendlich sollen das andere und vor allen Dingen die Trainer beurteilen. Ich will mich einfach in allen Bereichen fortentwickeln. Ich bin definitiv ehrgeizig und weiß, was ich will.

Woran müssen Sie speziell arbeiten?

Körperlich will ich mich auf alle Fälle verbessern, aber das kommt sicher mit der Zeit. Wir trainieren jetzt schon mit der U20 fünfmal in der Woche, haben auch unsere speziellen Pläne, und das Training mit Athletiktrainer Florian Schillhuber bringt mir persönlich sehr viel.

Haben Sie eigentlich andere Eishockeyspieler als Vorbilder?

Habe ich eigentlich nicht, aber ich versuche schon, mir gerade von den erfahrenen und älteren Spielern etwas abzuschauen.

Ihr Ziel für die nächste Saison?

Ich will möglichst viele Spielminuten bei den Starbulls in der DEL2 sammeln, will mich vor allen Dingen im Training immer wieder anbieten und den Trainern zeigen, dass ich bereit bin. Wichtig ist natürlich auch die Spielpraxis und deshalb kann ich ja auch noch in unserer U20-Mannschaft spielen oder eventuell bei einem Rosenheimer Kooperationspartner.

Und für die Zukunft?

Ich will definitiv Eishockeyprofi werden und meinen Lebensunterhalt damit verdienen. Trotzdem werde ich auch ein Studium beginnen, aber das lässt sich natürlich besser mit dem Eishockeyspielen verbinden als vorher in der Schule.

Eine letzte Frage noch von den weiblichen Starbulls-Fans. Haben Sie eine Freundin?

Nein, bis jetzt noch nicht (lacht).

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