Wasserburg – Der TSV 1880 Wasserburg bleibt in der Fußball-Landesliga Südost weiter ungeschlagen, allerdings bedeutete das 0:0 gegen den VfB Hallbergmoos das vierte Unentschieden im fünften Spiel. Positiv formuliert: Die Löwen sind schwer zu schlagen. Angesichts der Qualität des Gegners und des Spielverlaufs war Trainer Florian Heller nach 90 umkämpften Minuten nicht unzufrieden: „Aufgrund des Chancenverhältnisses war es ein gerechtes Remis. Wir sind eines von noch drei ungeschlagenen Teams, deshalb kann ich mit dem Ergebnis gut leben.“
Im Wasserburger Regen, der die Altstadt bereits im August schwer bespielbar machte, dominierten die Hausherren in der ersten Halbzeit das Geschehen und setzten ihr Spiel so um, wie von Heller gefordert. Die Innstädter waren spielerisch ansprechend, aktiv im Pressing und griffig in den Zweikämpfen. Wie bislang in allen drei Heimspielen wurde es jedoch in der Druckphase verpasst, diese auch in Tore umzumünzen. Oftmals kam Wasserburg über die rechte Flanke von Michael Neumeier sogar bis auf die Grundlinie durch, in der Mitte fehlte im entscheidenden Moment jedoch die Präzision beim letzten Pass oder dem Abschluss. Die beste Gelegenheit hatte in der 41. Minute Michael Barthuber, der frei vor David Hundertmark auftauchte, aber im Schlussmann seinen Meister fand.
Während Lino Volkmer im Wasserburger Tor in den ersten 45 Minuten nahezu beschäftigungslos blieb, war es abzusehen, dass eine so starke Offensive, wie sie Hallbergmoos hat, nicht über die gesamte Spielzeit aus der Gefahrenzone ferngehalten werden kann. Und nach dem Wechsel kamen die Gäste immer stärker auf. Erst näherte sich Fabian Diranko (49.), dann prüfte David Küttner die Latte (52.). Spätestens jetzt war klar, dass nicht nur meteorologisch ein Sturm an der Landwehrstraße 10 aufzog. Die Partie zweier in etwa gleich starker Mannschaften entwickelte sich zu einer wahren Regenschlacht. Mehr Raum bedeutet bei Kontrahenten wie Moritz Sassmann aber auch mehr Gefahr: In der 73. Minute tanzte der Techniker drei Gegenspieler aus, verzog im Abschluss aber knapp. Beide Teams lauerten auf den Lucky Punch, der jedoch nicht gesetzt werden konnte.
Während in Hallbergmoos nach dem Schlusspfiff darüber sinniert wurde, ob der Bayernliga-Absteiger nun zu den Spitzenteams der Liga zählt oder nicht, können die Löwen Selbstvertrauen daraus ziehen, dass sie nach Pullach erneut eine brandgefährliche Offensivabteilung bei null Toren gehalten haben und weiterhin ungeschlagen bleiben. Um selber zur Spitzenmannschaft zu werden, braucht es aber deutlich mehr Heimsiege.
TSV Wasserburg: Volkmer, Neumeier, Lucas Knauer, Selimovic (ab 80. Lindner), Brich, Kollie, Höhensteiger (ab 65. Moritz Knauer), Kerschbaum, Ferreira Goncalves (ab 65. Jackl), Barthuber (ab 58. Wagner), Yordanov (ab 86. Rauscher).
Schiedsrichter: Dauner (SpVgg Unterhaching).
Zuschauer: 248.
Tore: Fehlanzeige.jah