„Die richtige Entscheidung“

von Redaktion

Doppelbelastung zu hoch: Katharina Trost beendet Karriere

Piding – Was war das für ein sportlich starkes Jahr von Leichtathletin Katharina Trost (LG Stadtwerke München)? Deutsche Meisterin in der Halle und im Freien, WM- und Oympia-Norm geschafft – jeweils über 1500 Meter. Die Mittelstrecklerin präsentierte sich in Top-Form. Nun die überraschende Entscheidung: Die 28-Jährige aus Piding hört mit dem Leitungssport auf. Grund dafür ist die zu hohe Doppelbelastung aus Arbeit und Sport. Und auch wenn die Oberbayerin mit einem weinenden Auge auf die Sommerspiele im kommenden Jahr in Paris blickt, „weiß ich, dass es die richtige Entscheidung ist“.

Schon einige Zeit habe Trost übers Aufhören nachgedacht und schließlich für sich beschlossen, im September 2023 ihre Karriere zu beenden. „Die letzten zwei Jahre waren extrem anstrengend für mich“, erzählt die Wahl-Münchnerin. Sie bewältigte das Referendariat zur Grundschullehrerin in Vollzeit, zudem nahm der Sport 15 bis 20 Stunden pro Woche in Anspruch.

Ins Wanken kam ihr Entschluss, als sie im Juli beim Diamond-League-Meeting in Chorzow (Polen) die 1500 Meter in 4:02,32 Minuten bewältigte, wodurch sie nicht nur den bayerischen Rekord unterbot, sondern zugleich die WM-Norm und die Olympia-Norm knackte. Als Trost dann auch noch die Weltmeisterschaften in Budapest wegen Windpocken absagen musste, „habe ich mit mir gehadert“, erklärt die 28-Jährige. Jedoch sehe sie nach Beendigung des Referendariats keine Möglichkeit, als Grundschullehrerin zu arbeiten und zugleich den Leistungssport auf dem Niveau zu betreiben, „auf dem ich ihn machen müsste, um wirklich konkurrenzfähig zu sein“.aic

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