Kolbermoor – Wenn Kolbermoors Tischtennis-Damen am Wochenende mit den Spielen beim TSV Dachau (vormals TSV Schwabhausen) und beim TTC Weinheim in Bundesliga-Saison einsteigen, dann dürfen sich die Zuschauer auf zahlreiche ausländische Spielerinnen freuen, die sicherlich das Geschehen aufwerten. Die Bundesliga hat nämlich erneut aufgerüstet.
Die Spielerinnen im Oberhaus stammen aus insgesamt 19 Ländern, die sich über den ganzen Erdball verteilen. Europa nimmt hier mit zwölf Staaten den Löwenanteil ein. Asien folgt mit fünf und Amerika stellt zwei Länder. Insgesamt wurden von den acht Vereinen der 1. Bundesliga 56 Stammspielerinnen gemeldet, darunter sind lediglich 17 Deutsche. Dabei sind hier auch Damen eingerechnet, die einen chinesischen Hintergrund haben, in den vergangenen Jahren aber die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten. Bei den 39 ausländischen Spielerinnen hat nicht China die Nase vorne, sondern Japan. Fünf Spielerinnen kommen aus dem „Land der aufgehenden Sonne“. China stellt mit drei weiteren Ländern jeweils drei Spielerinnen.
Der Anteil der deutschen Spielerinnen in den jeweiligen Vereinen lässt Luft nach oben. Beim SV Böblingen beträgt der Anteil deutscher Akteurinnen genau 50 Prozent. In Kolbermoor stehen mit Kristin Lang, Naomi Pranjkovic und Laura Tiefenbrunner drei Spielerinnen deutscher Herkunft auf dem Meldebogen. In Bingen sucht man heuer vergeblich deutsche Spielerinnen. Aufsteiger SV Schott Jena hat bei zehn Meldungen seine einzige deutsche Spielerin, die 13-jährige Koharu Itagaki, auf Position acht gesetzt. eg