Inzell – Mit der „Internationalen Saisoneröffnung“ in der Inzeller Max-Aicher-Arena hat es für die Starter der heimischen Trainingsgruppe bereits einige Standortbestimmungen gegeben. Der verantwortliche Trainer Andreas Kraus zeigte sich mit den Leistungen allgemein zufrieden: „Wir sind noch in einer Trainingsphase, im November wird es wichtig werden“, sagte er und wies auf die deutschen Meisterschaften hin. Diese sind mehr als ein Fingerzeig, denn da geht es um die Nominierungen für den ersten Weltcupblock.
Diese Nominierung will auf jeden Fall Anna Ostlender erreichen. Die 21-jährige Sprinterin hat sich viel vorgenommen, vor allem die Heim-Weltmeisterschaft im März soll ihr „Ding“ werden. Sie nahm zweimal die 500 Meter in Angriff und wurde Zweite und Dritte. 39,25 und 39,75 Sekunden standen danach an der Anzeigetafel. „Ich bin eigentlich sehr zufrieden, hätte nicht gedacht, dass gleich die 500 Meter so gut gehen“, bemerkte sie. „Schließlich bin ich aus dem Training herausgelaufen. Beide Läufe haben sich technisch gut angefühlt. Normalerweise sind die ersten Läufe immer ein wenig komisch, weil man es nicht mehr gewöhnt ist, Wettkampf zu laufen.“ Im zweiten Lauf musste sie sogar alleine laufen. Die 1500 Meter ließ sie zum Abschluss aber wegen einer leichten Erkältung weg. „Die Anna war schon ganz gut“, freute sich Andreas Kraus und meinte: „Sie und alle meine Sportler müssen langsam reinkommen, sie sind auf einem guten Weg.“ Mit am Start war auch Vanessa Herzog, die Weltklasseläuferin aus Österreich wurde über 500 Meter Zweite (38,12) und gewann die 1000 Meter in 1:16,31 Minuten. Aus der Inzeller Gruppe waren neben Ostlender mit Julia Geutner (Achte über 500 Meter) sowie Maira Jasch über 500 und 1500 Meter (jeweils Neunte) am Start. shu