Potenzial für Besonderes

von Redaktion

Stute „Forsazza de Malleret“ feiert erfolgreiches Debüt

Aubenhausen – Jessica von Bredow-Werndl, Benjamin Werndl und Raphael Netz haben ihre Zukunftshoffnungen erfolgreich im Viereck präsentiert. In Wiener Neustadt in Österreich feierte von Bredow-Werndl mit ihrer Stute Forsazza de Malleret ein vielversprechendes internationales Debüt.

Im ersten langen Grand Prix ihres Lebens verpasste ihre zehnjährige Stute nur knapp die 70-Prozent-Marke und wurde Zweite. „Das erste Mal ist geschafft. Mit vielen Highlights, aber auch mit einigen teuren Patzern“, kommentierte die Doppel-Europameisterin die gelungene Premiere auf internationaler Bühne und in ungewohnter Hallenatmosphäre.

Im Grand Prix Special, der schwersten aller Dressuraufgaben, steigerte sich die 37-Jährige mit ihrer schwarzen Schönheit noch einmal und siegte mit 72,575 Prozent. „Die kleine Ballerina wird langsam erwachsen und hat mir heute das Gefühl gegeben, etwas ganz Besonderes zu werden beziehungsweise zu sein“, lobte die Dressurausbilderin ihr Nachwuchspferd. Bemerkenswert war auch, wie gelassen sich die junge Stute in der Siegerehrung gab. Im Juli hatte von Bredow-Werndl im hessischen Kronberg ihre „Frozen“ bereits für das Louisdor-Preis-Finale in Frankfurt qualifiziert. Das Festhallenreitturnier am vierten Adventswochenende hat von Bredow-Werndl für Forsazza de Malleret als Saisonhöhepunkt geplant. Vor sechs Jahren gewann sie das Finale mit TSF Dalera BB. Die Turnierserie für junge Grand-Prix-Pferde gilt als Sprungbrett in den internationalen Spitzensport.

Benjamin Werndl und Raphael Netz freuten sich über gute Vorstellungen bei der stark besetzten letzten Qualifikations-Station für den Louisdor-Preis in Guxhagen bei Kassel. Werndl und dem zehnjährigen Discover unterliefen in der entscheidenden Prüfung zwar einige teure Fehler, dennoch kam das Paar mit 73,702 Prozent auf den fünften Rang. Netz und der zehnjährige Dieudonné platzierten sich mit einem Prozentpunkt weniger an siebter Stelle. Beiden Nachwuchspferden bescheinigten die Richter Potenzial für größere Aufgaben. „Ich bin sehr glücklich mit der Entwicklung von Discover. Er wird immer sicherer auf Grand-Prix-Niveau“, stellte Werndl fest. Sein Top-Pferd Famoso Old gibt ihm ebenfalls Grund zur Freude. Der Braune, mit dem er Team-Bronze bei den Weltreiterspielen gewann, ist wieder voll im Training. Nach längerer Turnierpause steht bald sein Comeback an.

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