Kolbermoor braucht eine bessere Rückrunde

von Redaktion

Tischtennis-Damen gehen mit dem vorletzten Bundesliga-Tabellenplatz in das neue Jahr

Kolbermoor – Die Vorrunde der Saison in der Tischtennis-Bundesliga der Damen ist vorbei. Sie hat dabei ein Ergebnis mit sich gebracht, mit dem man sicherlich nicht rechnen durfte, denn Kolbermoors Damen landeten auf dem vorletzten Platz.

Nicht der TTC Berlin steht ganz vorne, sondern der TSV Langstadt. Das Team um die ehemalige Kolbermoorerin Chantal Mantz hinterließ bislang einen glänzenden Eindruck. Eigentlich hätte man Kolbermoors Damen mit oben erwarten können, diesmal ist aber alles ganz anders. Die Oberbayerinnen belegen überraschenderweise nur den siebten und vorletzten Platz. Aufgrund des um zwei Spiele besseren Verhältnisses konnte das Team um ihren Trainer Michael Fuchs den Aufsteiger SV Schott Jena hinter sich lassen.

In den nächsten Monaten hat man noch die Chance, das Blatt zu wenden. Ein Grund, warum das heimische Sextett so weit unten steht und sogar an einigen Spieltagen die rote Laterne innehatte, ist der Kader. Dieser hat sich im Gegensatz zur letzten Spielzeit mit dem Abgang der Weltranglisten-31. Linda Bergström und Solomiya Brateyko ein wenig verändert. Mit der aktuellen U21-Europameisterin Hana Arapovic sowie der Inderin Swastika Ghosh konnte man den Kader zumindest ausgleichen. Wie wertvoll diese beiden Spielerinnen sind, stellte sich zum Auftakt beim TSV Langstadt heraus, als man mit 6:4 das bessere Ende für sich hatte. Danach ging es bergab, wenngleich man beim deutschen Vizemeister TTC Weinheim nach einem 0:5-Rückstand noch zu einem 5:5-Unentschieden kam. Die nächsten drei Begegnungen – allesamt Heimspiele – sollten der traurige Höhepunkt werden, musste man sich dreimal in Folge geschlagen geben. Darunter war auch das 3:6 gegen den Aufsteiger aus Jena. Zwar gelangen in den nächsten beiden Spielen mit den Unentschieden in Langstadt, wo man mit 0:5 zurücklag und dann den Ausgleich schaffte sowie in Berlin zwei Achtungserfolge. Aber bei der Ausgeglichenheit der Liga blieb es letztlich beim vorletzten Rang.

Abgesehen davon, dass man gegen Jena nicht unbedingt verlieren hätte müssen, hatte das heimische Sextett auch ein wenig Pech. 17-mal gingen Spiele über die volle Distanz von fünf Sätzen und nur fünfmal ging man als Sieger hervor. Viermal verlor man mit zwei Punkten Unterschied und ebenso oft musste man sich in der Verlängerung beugen. Daraus resultierend lässt sich unter anderem auch erklären, warum die Einzelbilanzen der Spielerinnen noch nicht das Gelbe vom Ei sind. Kristin Lang beispielsweise stand in der vergangenen Saison zur Halbzeit bei über 71 Prozent gewonnener Begegnungen. In dieser Spielzeit liegt sie bei nur etwas über 33 Prozent. Stark präsentierte sich hingegen das hintere Paarkreuz. Auch wenn Swastika Ghosh aufgrund des vollen internationalen Terminkalenders nur dreimal zum Einsatz kam, überzeugte sie mit einer 5:1-Bilanz.

Für die Rückrunde hat man in Kolbermoor noch ein wenig an den Stellschrauben gedreht und die Nummer 28 der aktuellen Weltrangliste, die Ägypterin Dina Meshref, verpflichtet. Man darf gespannt sein, wie weit es mit ihr noch nach oben geht. Die Play-off-Runde beginnt im April, aber nur mit den Mannschaften, die nach der Meisterschaftsrunde auf den Rängen eins bis sechs zu finden sind. eg

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