Thomas Festl gehört zu den Konstanten im Team des SV Bruckmühl. Diesmal stand der 31-Jährige in der Innenverteidigung, hielt mit seinen Nebenleuten im Derby der Fußball-Landesliga Südost gegen den TSV 1860 Rosenheim die Abwehr dicht. Ungewohnt, denn eigentlich ist Festl im Mittelfeld gelistet. Mit der OVB-Sportredaktion sprach er über den Punktspielstart ins neue Jahr.
Wie schwer war es denn, nach der Winterpause wieder reinzukommen?
Wir sind die ersten zehn Minuten gut draufgegangen, das hat uns ins Spiel gebracht. Unsere Vorbereitung war nicht so ideal, weil wir es nie geschafft hatten, unser Spiel durchzuziehen. Es war schön, dass wir diesmal ohne Wackler durchgekommen sind. Es war kein chancenreiches Spiel, was aber auf diesem Platz klar war. Dafür haben wir es sehr erwachsen gespielt.
Bruckmühl hatte im Gegensatz zu 1860 schon Rasen-Erfahrung. Ein Vorteil?
Ja, klar. Mit dem Pokalspiel gegen Kastl haben wir gewusst, was auf uns zukommt und haben deshalb auch keine Risiko-Aktionen probiert, sondern viel mit langen Bällen gearbeitet. Wir sind dann auch gut auf die zweiten Bälle gegangen und haben gekämpft – das hat mir sehr gut gefallen.
Sie haben mit Ihren Diagonalbällen aus der Abwehr heraus immer wieder die rechte Angriffsseite gefüttert, die auch gefährlich war. War das so der Plan?
Das hat sich in der ersten Halbzeit so ergeben. Ich war da noch nicht so sicher in meinen Bällen und hatte das Spiel dem Patrick Kunze überlassen. Das ist bei mir aber besser geworden und ich habe dann auch versucht, die linke Seite mehr einzubinden. Da waren wir dann variabler.
Was nehmen Sie denn aus diesem Spiel mit?
Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit. Das Kämpferische war viel besser als in den Spielen der Vorbereitung. Vielleicht hat es diesen Derby-Flutlicht-Charakter gebraucht, dass wir das herausholen. Das brauchen wir aber jetzt in allen Spielen. Wir werden den Klassenerhalt nicht über den Schönheitspreis schaffen, sondern über den Zusammenhalt, den Einsatz und die gewonnenen Zweikämpfe. Das war super und das können wir auf jeden Fall mitnehmen.
Interivew: Thomas Neumeier