Traunstein – Die Chiemgau Baskets haben die zweite Heimniederlage in Folge einstecken müssen. Nach einer desaströsen ersten Halbzeit und einer Aufholjagd in der zweiten Hälfte unterlagen die Korbjäger des TV Traunstein (TVT) dem TSV Weilheim mit 84:88. Damit verharren sie auf Platz vier der 2. Regionalliga Südost.
Nach der 78:100-Niederlage gegen den SB DJK Rosenheim waren die TVTler auf Wiedergutmachung aus. Doch der Start in die Partie misslang. Nach drei Minuten lag der Gastgeber 0:10 zurück. Es zeigten sich die gleichen Symptome wie im Rosenheim-Spiel: Wurfpech, Ballverluste, Reboundschwäche und eine unkonzentrierte Defensive vereinigten sich zu einem Gebräu, das die Gäste am Ende des Viertels mit 31:13 davonziehen ließ. Weilheim blieb im zweiten Spielabschnitt treffsicher und kam immer wieder frei zum Drei-Punkte-Wurf. Insbesondere den ehemaligen Bundesligaspieler Sebastian Betz konnten die Gastgeber nie stoppen. 42 Punkte samt acht Dreiern legte der frühere Ulmer auf. Beim Stand von 35:56 erfolgte der Pausenpfiff.
In der zweiten Hälfte zeigten die Chiemgau Baskets ihr Kämpferherz und fanden immer besser in die Partie. Nach einem Dreier und zwei Ballgewinnen verkürzten Vince Garrett und Adam Jakob auf 45:59. Die Weilheimer zogen jedoch wieder davon. Am Ende des dritten Viertels stand es 60:73. Der letzte Abschnitt begann mit Ballverlusten der Gäste, nach eineinhalb Minuten waren die Gastgeber auf 69:73 herangerückt. Aber Weilheim fing sich und netzte zweimal in Folge ein. Vier Minuten vor Ende betrug der Rückstand neun Punkte, 24 Sekunden vor Abpfiff noch drei. Doch Traunstein gelang es nicht, den Lucky-Punch zu setzen.
„Das waren heute zwei Spiele in einem – zur ersten Hälfte sind wir gar nicht erst erschienen, in der zweiten haben wir es geschafft, uns noch eine Chance auf den Sieg zu erarbeiten“, sagte Baskets-Coach Aaron Mitchell. „Leider war das Loch schon zu tief und wir konnten uns nicht mehr herausziehen.“
Es spielten: Vince Garrett (34 Punkte/5 Dreier), Adrian Mitchell (25/5), Stefan Gruber (14), Adam Jakob (6), Victor Langner (5/1), Markos Bamos, Lukas Blank, Heye Gädt, Niko Kolovos, Raphael Miksch.re