„Er bringt uns nach vorne“

von Redaktion

Die Biathletinnen Johanna Puff und Julia Kink lassen die Saison Revue passieren

Ruhpolding – Für die zwei heimischen Biathletinnen Julia Kink und Johanna Puff ist die Saison mit einem richtig guten Fazit zu Ende gegangen, so schaffte es Johanna Puff vom SC Bayrischzell aus der Trainingsgruppe von Andi Birnbacher zu einer Nominierung bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto. Dort ersetzte sie die erkrankte Franziska Preuß, einen Einsatz wie zuvor in Antholz beim Weltcup bekam sie allerdings nicht. Dafür wurde sie im letzten Weltcup-Trimester ständig eingesetzt und durfte sogar die Nordamerika-Reise mitmachen und ergatterte in Oslo und Canmore Weltcuppunkte. „Das in Soldier Hollow und Canmore war ein tolles Erlebnis mit einem fantastischen Wetter“, so die 21-Jährige, die allerdings mit ihrem Ergebnis im Sprint haderte, wo sie mit dem 65. Platz den Verfolger um neun Sekunden verpasste. „Da habe ich drei Fehler im Stehend geschossen, das war ärgerlich“, so die angehende Bundespolizistin. Immerhin gelang ihr zuvor in Oslo im Einzel ein beachtlicher 18. Platz und das nur mit einem Fehler bei insgesamt vier Schießeinheiten. In Canmore lief es dann wieder besser als in Soldier Hollow, mit dem 28. Rang im Sprint hatte sie die Qualifikation für die Verfolgung in der Tasche. Dort sprang der 32. Platz heraus und zusätzlich auch noch ein paar Weltcup-Punkte. „Es war irgendwie eine verrückte Saison“, sprudelt es aus ihr heraus. Zunächst die Qualifikation für den IBU-Cup und einem ersten Weltcup-Einsatz in der Lenzerheide. Über die guten Ergebnisse im neuen Jahr im IBU-Cup gelang ihr schließlich die WM-Nominierung. „Wenn ich auch keinen Einsatz hatte, die Erfahrung war wichtig und für meine Entwicklung sehr gut“, sagt sie rückblickend auf Nove Mesto. Zu den Zielen für die kommende Saison hält sie sich etwas bedeckt: „Ich muss jetzt alles erst mal verdauen und mit meinen Trainern sprechen. Diese Woche hat meine Ausbildung bei der Bundespolizei begonnen“, sagt sie und wäre schon froh, wenn sie weiter in der Trainingsgruppe bei Birnbacher bleiben könnte. „Er ist ein super Trainer und bringt uns Sportlerinnen nach vorne“, schwärmt sie.

Froh ist auch Julia Kink, dass sie in der Trainingsgruppe bei Andi Birnbacher ist. „Der hat mich heuer wieder richtig gut und auf den Punkt zur Junioren-Weltmeisterschaft vorbereitet“, so die 20-Jährige vom WSV Aschau, die dabei zwei Goldmedaillen gewinnen konnte. Dieser Erfolg brachte die Trainer dazu, sie für die beiden letzten Weltcups in Nordamerika zu nominieren. „Damit bin ich mega zufrieden mit meiner Saison, dass ich auch noch in Nordamerika im Weltcup laufen durfte“, so Kink und sich plötzlich als Schlussläuferin in der deutschen Staffel sah. „Das kam so unerwartet, dass ich für die Franzi Preuß laufen musste und ich freu mich riesig über mein erstes Podium mit dem Team“, erzählt sie. Sie musste als Schlussläuferin einen zweiten Platz ins Ziel bringen, nicht unbedingt eine Routine-Aufgabe für einen Neuling. Immerhin hatte sie vor sich die damals Führende im Weltcup, die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold und hinter ihr die starke Schwedin Elvira Öberg. Am Ende lief alles gut und es gab den zweiten Platz für das DSV-Quartett. „In Amerika habe ich ganz neue Eindrücke bekommen und viele Erfahrungen gesammelt“, freut sie sich rückblickend. In Soldier Hollow/USA wurde sie im Einzel 42. und holte mit dem anschließenden Sprint als 38. auch noch Weltcuppunkte.

Seitdem sie vor zwei Jahren aus Norwegen zurückkam, wo sie drei Jahre zur Schule ging und trainieren konnte, nimmt ihre Entwicklung einen positiven Verlauf. Die Erfolge alle auf Norwegen zurückzuführen, weist sie entschieden von sich. „Ein klares Nein! Was meine sportliche Entwicklung betrifft, ist Norwegen ein Mosaikstein von vielen!“ Nur nichts überstürzen, so das Motto der Frasdorferin: „Ich will mich step by step weiterentwickeln und schauen, was dabei herauskommt“, sagt sie und verrät, wer ihr dabei helfen wird: „Ich werde weiterhin den Weg mit dem Birnei (Birnbacher) gehen. Ich denke, dass wir gut zusammenarbeiten.“

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