Die Kreisliga-Stimme

„Finde es selbstverständlich, zu spielen“

von Redaktion

Westerndorfs Torwart Linus Sobol hat turbulente Wochen hinter sich. Der 18-Jährige hatte sich in der Vorbereitung eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. Einen Monat später, beim ersten Pflichtspiel des Jahres in der Fußball-Kreisliga 1 gegen den TSV Brannenburg, kehrte Sobol aber wieder in den Kasten zurück. Der Grund: Stammtorwart Simon Rott war im Urlaub.

Deshalb musste Sobol nun auch gegen den TuS Prien das Tor hüten. Dort feierte der Torwart, der noch für die A-Junioren spielberechtigt ist, seinen ersten Punktgewinn im Herrenbereich und hielt den einen Zähler in der Nachspielzeit selbst fest.

Wie sind Ihre Gedanken nach dem Spiel?

Das Unentschieden war unglaublich wichtig für uns, auch für die Tabellensituation. Der Punkt fühlt sich klar an wie drei. Ich denke, wir haben uns nach dem Rückstand gut zurückgekämpft und uns den Punkt mit einer gewaltigen Mannschaftsleistung verdient.

Sie haben den Zähler am Ende gegen Florian Scholz festgehalten.

Es ist ein Mega-Gefühl, wenn man den Ball halten kann. Vielleicht ist auch ein bisschen Glück dabei, dass man einfach im richtigen Moment reagiert und den Ball und den Punkt festhalten kann.

Sie haben eigentlich eine Verletzung am Sprunggelenk. Wie fühlt sich der Fuß an?

Ich habe unglaublich Glück, dass ich eine recht gute Physiotherapeutin habe, die mir den Fuß gut zugetapt hat. Klar, es war schon ein gewisses Risiko dabei beziehungsweise es ist immer noch ein gewisses Risiko, aber ich bin froh, dass ich die zwei Spiele überstanden habe und hatte eigentlich nie Zweifel daran, dass es nicht hinhaut. Ich werde jetzt den Fuß vernünftig ausheilen lassen und dann wird das schon wieder.

Ihr Trainer Michael Maier hat Sie sehr für Ihren Einsatz gelobt, trotz Verletzung zu spielen.

Das freut mich an erster Stelle sehr. Ich persönlich finde es selbstverständlich, zu spielen, wenn sich die anderen zehn Jungs auf dem Platz genauso aufopfern und kämpfen. Das spürt man bei der Mannschaft in jedem Training, in jedem Spiel. Jeder haut sich voll rein, bis es nicht mehr geht und da ist für mich nur logisch, dass man sich ebenfalls so reinhaut. Interview: Marinus Obermaier

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