Au/Prien/Ostermünchen – Sieben Spieltage sind in der Fußball-Kreisliga 1 noch zu absolvieren und es ist überhaupt nichts entschieden. An der Spitze sind drei Mannschaften fast gleichauf, im Abstiegskampf ist quasi alles möglich – mehr Spannung geht kaum. Zudem merkt man, dass die Mannschaften heiß auf den Saisonendspurt sind. Das unterstrich das Schlusslicht unter der Woche mit einem Trainerwechsel.
Am Mittwoch reagierten die Verantwortlichen des ASV Au auf den missglückten Start in die Frühjahrsrunde, nach drei Niederlagen zum Auftakt wurde die Zusammenarbeit mit Florian Dirscherl frühzeitig beendet. Sein Nachfolger Chris Martin, ein Auer Urgestein, hat mit dem Kellerduell gegen den Drittletzten aus Westerndorf am Samstag um 14 Uhr direkt eine extrem wichtige Partie – und gleichzeitig das Top-Spiel – vor der Brust. Der SVW kam mit einer 1:2-Pleite in Brannenburg aus der Winterpause und erkämpfte sich einen Punkt gegen den Zweitplatzierten TuS Prien. SVW-Trainer Michael Maier muss auf Sten Laanemaa verzichten, der nach einem Zusammenprall eine Gehirnerschütterung sowie eine Kieferprellung erlitt und zwei Nächte im Krankenhaus bleiben musste.
Eröffnet wurde die 20. Runde am Donnerstagabend mit dem vorverlegten Lokalderby zwischen dem TSV Bad Endorf und dem SV Söchtenau-Krottenmühl. Weiter geht es heute um 20 Uhr in Großholzhausen, wenn der Spitzenreiter SV Aschau den dritten Versuch startet, seinen ersten Dreier des Jahres einzufahren. Nach dem 0:3 in Ostermünchen und dem 2:2 gegen Griesstätt schrumpfte der Vorsprung auf nur einen Zähler. Am Samstagnachmittag treffen zwei Teams aufeinander, die nach der Winterpause noch unbesiegt sind. Der TuS Prien schlug Söchtenau zum Auftakt 4:1, patzte allerdings in Westerndorf. Der SV Schloßberg-Stephanskirchen machte ordentlich Meter im Abstiegskampf, durch zwei Erfolge kletterte die Zellner-Elf vom letzten auf den achten Platz. Ebenfalls in diesem Jahr noch kein Match verloren hat der TSV Emmering, der am Sonntagvormittag zum Derby nach Ostermünchen fährt. Auch diese Partie ist richtungsweisend, denn obwohl der SVO auf Platz sieben rangiert und die Emmeringer auf Rang elf stehen, hat der SV Ostermünchen nur einen Zähler mehr auf dem Konto. Am Sonntag um 11 Uhr möchte der TSV den Trend aufrecht erhalten, um den Klassenerhalt möglichst schnell zu sichern.
Vorerst durchschnaufen können die Tabellennachbarn FC Grünthal und SB-DJK Rosenheim, die sieben beziehungsweise acht Zähler über dem Strich rangieren. Am Samstag um 14 Uhr messen sich die beiden im Direktduell im Rosenheimer Josef-März-Stadion.
Komplettiert wird das Wochenende durch ein weiteres Kellerduell am Samstagnachmittag, wenn der TSV Brannenburg (24 Punkte/Platz neun) den Vorletzten aus Griesstätt (21 Punkte) empfängt. Die Mannschaft um Spielertrainer Georg Lenz holte am Sonntag seit Langem wieder etwas Zählbares, zuletzt punktete der Aufsteiger Anfang Oktober.les