„Genervt und erleichtert“

von Redaktion

Ungerath über die Verletzung beim Comeback im Derby

Wasserburg – In der Winterpause ist Robin Ungerath nach seinen Stationen in der Regionalliga beim SV Wacker Burghausen sowie bei der SV Ried in der österreichischen Bundesliga zum Fußball-Landesligisten TSV 1880 Wasserburg zurückgekehrt. In Ried war der 25-Jährige sehr vom Verletzungspech geplagt und wollte in Wasserburg wieder den Spaß am Fußball finden. Anfang März gab Ungerath beim Derby in Rosenheim sein Comeback, musste das Feld allerdings knapp 25 Minuten später erneut verletzt verlassen. Ob er zu früh wieder spielte, wie seine Reha verläuft und welche Ziele er bis zum Saison-Ende mit dem TSV Wasserburg hat, erzählt Robin Ungerath im Interview mit der OVB-Sportredaktion.

Für Sie war es das erste Spiel seit Ewigkeiten – und direkt wieder eine Verletzung. Wie schlimm war dieser Moment für Sie?

Wann ich zuletzt gespielt habe, weiß ich ganz ehrlich nicht. Ich habe irgendwann Anfang 2023 zweimal eine Halbzeit gespielt, und das auch nur unter Knieschmerzen. In Rosenheim waren es meine ersten schmerzfreien Minuten seit Langem, ich habe mich unglaublich gefreut, wieder auf dem Platz zu sein. Als es mir dann in den Oberschenkel geschossen ist, war das extrem ärgerlich. Der Abend war komplett gelaufen, ich war richtig genervt. Andererseits war ich echt erleichtert, dass ich keine Schmerzen im Knie mehr hatte und es glücklicherweise nur ein Faserriss war.

Sie spielten mit einer Bandage am Oberschenkel. Gaben Sie Ihr Comeback zu früh?

Im Abschlusstraining habe ich es leicht gespürt, mir dabei aber nichts gedacht, da ich noch nie eine Muskelverletzung hatte. Ich wollte unbedingt spielen, schließlich war es auch das Derby in Rosenheim. Vielleicht war es nicht so vernünftig, aber sowas weißt du im Nachhinein immer besser.

Wie verläuft Ihre Reha und wann können Sie wieder auflaufen?

In den ersten zwei Wochen hatte ich hauptsächlich Physio-Behandlungen, konnte aber relativ schnell wieder gezielt trainieren. Ich plane, in der kommenden Woche mit der Mannschaft zu trainieren, und dann dauert es bestimmt noch zirka zwei Wochen, bis ich wieder spielen kann.

Die Saison ist bald vorbei. Was sind Ihre Ziele in den letzten Wochen?

Bei mir steht jetzt ganz klar die Gesundheit an erster Stelle. Ich werde meinem Oberschenkel Zeit geben und will der Mannschaft helfen, egal ob im Training, als Motivator oder selbst auf dem Feld. Ich möchte aber unbedingt noch ein Heimspiel in der Altstadt bestreiten und dieses gewinnen.

Das hört sich ein wenig nach Abschied an…

Das ist noch nicht sicher. Mein berufliches Leben hat sich verändert: Vor einem Jahr lag der Fokus auf Profifußball, das ist Stand jetzt nicht mehr möglich, also musste ich mich anders orientieren. Ich habe die Firma Paqmas gegründet und werde ab Sommer in München wohnen und arbeiten. Das steht an erster Stelle. Ich fühle mich sehr wohl beim TSV Wasserburg und hoffe, dass das mit meinem Beruf vereinbar ist, kann es aber nicht garantieren.

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