Man mag es kaum glauben, aber der 1:0-Siegtreffer des SV Bruckmühl im Heimspiel der Fußball-Landesliga Südost gegen Spitzenreiter TSV Grünwald war erst der vierte Saisontreffer für Maximilian Gürtler. Im Interview spricht der Leistungsträger in der SVB-Offensive über seinen Treffer, die Devise vor dem Spiel und die spannende Schlussphase.
Die Überraschung ist gelungen. Wie lautet Ihre Analyse?
Wir haben von Anfang an gewusst, dass wir da nicht chancenlos sind. Grünwald hat eine überragende Saison gespielt, aber wir haben in einem Heimspiel gegen jede Mannschaft eine Chance, wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen. Das haben wir gemacht. Wir sind in der ersten Halbzeit verdient in Führung gegangen. Danach war klar, dass Grünwald mehr Druck macht. Aber wir haben die Führung mit ganz viel Einsatz und auch ein bisschen Glück verteidigt.
Sie haben sich auch nicht versteckt, sondern nach vorne verteidigt!
Ja. Der Coach hat ganz klar die Devise ausgegeben, dass wir vorne draufgehen. Es wäre der falsche Weg gewesen, sich bei der Grünwalder Qualität hinten reinzustellen. Das nimmt uns auch selbst die Energie. Wir haben gewusst, dass wir drauf müssen, um uns Chancen zu erarbeiten.
Und plötzlich war sie da, die Chance!
So ist es! Das war schön über links gespielt und ich wusste, dass Johannes Brendle die Bälle immer scharf vors Tor bringt. Darauf habe ich gelauert und ich habe ihn diesmal sogar reingemacht!
Was heißt denn „diesmal sogar“?
Die letzten Male war es bei mir etwas unglücklich. Da ist mir nicht so viel ausgegangen. Deshalb bin ich froh, dass ich den reingemacht habe.
Sie mussten die hektischen letzten Minuten von draußen anschauen. Wie war das?
Es war klar, dass es zum Schluss hektisch wird. Die Fans waren super, jeder gewonnene Zweikampf ist gefeiert worden. Nur so als Gemeinschaft von Mannschaft und Fans können wir solche Punkte auch holen.
Wieviele Punkte braucht Bruckmühl noch zum Klassenerhalt?
Ich beteilige mich nicht an Rechenspielen. Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen. Ich denke aber, dass wir noch zwei Siege brauchen.Interview: Thomas Neumeier