Bad Endorf/Au/Rosenheim – Der Maifeiertag ist Geschichte und damit ist klar: Die Fußball-Spielzeiten befinden sich in der Crunchtime. Im Gegensatz zu einigen europäischen Top-Ligen ist in der Kreisliga 1 noch kein Meister abzusehen. Nach dem 2:0-Erfolg des SV Aschau/Inn im Spitzenspiel gegen den TuS Prien ist der Dreikampf um den Titel wiederhergestellt: Aschau, Prien (jeweils 41 Punkte) und der TSV Bad Endorf sind fast gleichauf (40).
Großen Einfluss auf den Ausgang der Saison wird der ASV Au haben, der im Kampf um den Ligaverbleib auf dem Papier die schlechtesten Karten hat. Der Abstiegskandidat steht derzeit auf dem hinteren Relegationsplatz (13./24) und trifft in seinen letzten drei Saisonspielen (in dieser Reihenfolge) auf Prien, Aschau und Bad Endorf, die Partie gegen den TuS steigt am Samstag um 13 Uhr in Au. In erster Linie will der ASV niemandem die Titelchancen nehmen, sondern ums eigene Überleben kämpfen. Zwei Zähler beträgt der Abstand auf den Tabellenletzten SV/DJK Griesstätt, dessen Restprogramm zudem machbar scheint: Der SB-DJK Rosenheim, bei dem die Griesstätter am Samstag um 14 Uhr antreten, und der SV Ostermünchen (jeweils 32) haben ein Fünf-Punkte-Polster zu den Relegationsplätzen und Großholzhausen (4./35), wo der Aufsteiger am finalen Spieltag gastiert, dürfte seine Aufstiegshoffnungen nach der Pleite in Söchtenau begraben haben. Als die Griesstätter zuletzt gewannen, standen sie mit 19 Punkten an der Spitzenposition, nun – 14 Runden später – liegen sie mit 22 Zählern am Tabellenende. Diesen Negativlauf will die Truppe um Spielertrainer Georg Lenz endlich beenden, vielleicht reicht ein Dreier zum Klassenerhalt.
Den Auftakt des 24. Spieltags macht das OVB-Topspiel am Freitagabend um 19.30 Uhr in Bad Endorf. Der Drittplatzierte will auf seine Konkurrenten mit einem Erfolg über den TSV Brannenburg (9./30), der gegen den Abstieg kämpft, Druck ausüben. Ebenfalls am Freitagabend erwartet Großholzhausen um 20 Uhr den SV Westerndorf (12./27). Mit dem Team von Enes Cehic kommt eine Mannschaft an die Sulzbergstraße, die mit zuletzt zwei Dreiern ordentlich Selbstvertrauen tankte.
Zwei Siege aus den letzten beiden Partien schaffte neben Westerndorf nur der TSV Emmering, der mit 30 Zählern knapp über dem Strich steht und am Sonntag einen weiteren Schritt in Richtung direktem Ligaverbleib machen will. Der Gegner ist jedoch gut in Form: Der SV Söchtenau-Krottenmühl gewann vier der letzten fünf Begegnungen, ist aber selbst mir 33 Zählern und Platz fünf rein rechnerisch noch nicht gesichert. Anpfiff ist um 14 Uhr.
Wie die Meisterschafts-Mitstreiter hat der SV Aschau/Inn einen Gegner vor der Brust, der den Klassenerhalt schleunigst unter Dach und Fach bringen will. Der FC Grünthal (8./31) blieb zuletzt fünfmal in Folge sieglos und will dem Ligaprimus nun ein Bein stellen. Anpiff in Unterreit ist am Sonntag um 15 Uhr.
Komplettiert wird die Runde vom Duell zwischen dem SV Ostermünchen (6./32) und dem SV Schloßberg-Stephanskirchen (10./30) am Samstag um 15 Uhr. Dabei stellt sich die Frage, ob die Gäste ihre Serie aufrecht erhalten können: Der SVS verlor im Jahr 2024 noch kein Spiel.les