Der SV Erlbach hat zwar am drittletzten Spieltag der Fußball-Bayernliga Süd die Heimvorstellung gegen den TSV 1860 München II mit 2:1 für sich entschieden und Rang zwei gefestigt, doch zum Zeitpunkt der Partie gegen die Drittliga-Reserve von Giesings Höhen stand bereits fest, dass der Holzland-Klub aus dem Landkreis Altötting einen möglichen Regionalliga-Aufstieg nicht realisieren wird.
„Verzicht ist finanziell
leider alternativlos“
„Der Verzicht ist zwar sportlich äußerst schade, aber finanziell leider alternativlos“, heißt es von Erlbacher Seite. „Für eine Kapazitätserweiterung des Stadions auf 2500 Zuschauer sowie für Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere bei den eingestuften Risikospielen in der Regionalliga, hätte der Verein kurzfristig etwa 200000 bis 250000 Euro investieren müssen. Nach Prüfung und Absprache mit der Gemeinde als Eigentümer haben wir entschieden, diesen Schritt aktuell nicht zu gehen“, stand in einer Pressemitteilung des SVE. Da schon weitere Vereine ihren Verzicht auf Liga 4 erklärt haben, scheint der Aufstieg zu einer Farce zu werden. Ein verdienter Aufsteiger wäre allemal der aktuelle Tabellenführer TSV Schwaben Augsburg, der am Samstag (14 Uhr) die Erlbacher zum Gipfeltreffen erwartet.
Vor knapp 700 Fans in der Holzbau-Grübl-Arena trafen Christopher Obermeier (21.) und Alexander Gordok (36.) für die Mannschaft von Spielertrainer Lukas Lechner – er gab sein Comeback auf dem Rasen –, für den Löwen-Anschluss sorgte Brahim Moumou (55.).
Der zweite Inn/Salzach-Klub der 5. Liga, der SV Kirchanschöring, verlor zwar sein Frühschoppen-Heimmatch gegen den FC Deisenhofen mit 1:2, bleibt jedoch aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen nun definitiv drin. Vor 435 Besuchern brachte Ramon Hofmann (2.), Winter-Neuzugang vom USK Anif, die Crew von SVK-Trainer Mario Demmelbauer in Führung, doch Nikolaos Gkasimpagiozov (15.) und Yasin Yilmaz (58./Handelfmeter) drehten die Partie zugunsten der Mannschaft aus der Gemeinde Oberhaching, die im Übrigen auch noch theoretische Aufstiegschancen besitzt. Ob Deisenhofen, aktuell Rangfünfter, es tatsächlich schafft und dann auch noch die harten BFV-Auflagen erfüllt, ist aber noch offen. cs