Zu Rekorden beflügelt

von Redaktion

Publikum klatscht die Stabhochspringer beim Altstadtspringen zu neuen Bestmarken

Wasserburg – Es war wieder einmal spektakulär: Das fünfte Wasserburger Altstadtspringen in der Herrengasse hat neben Spitzensport eine Super-Atmosphäre geboten und trug deshalb die Athleten in hohe Lüfte und zu neuen Rekorden.

Das Wetter war der treibende Faktor, dass das Springen überhaupt stattfand. Das diesjährige Altstadtspringen war eines der spannendsten Meetings in der Geschichte, denn neben dem Spitzensport war es vor allem aufregend, ob das Wetter auch halten würde. Noch am Tag zuvor herrschte beim Aufbau strömender Regen und dies hätte aus Sicherheitsgründen zu einer Absage geführt. Am Wettkampf-Tag herrschte bei den Initiatoren um Willy Atzenberger dann Erleichterung, denn das Wetter blieb trocken und in der Herrengasse herrschte teils strahlender Sonnenschein.

Die Athleten selbst hatten allesamt einen super Eindruck von Wasserburg, denn für viele Sportler gab es neue persönliche Bestleistungen. Dies lag nicht nur an der intensiven Vorbereitung, sondern die perfekte Kulisse und Atmosphäre waren hier treibende Faktoren, um die ganz großen Höhen zu erklimmen. An erster Stelle steht und stand hier zweifelsohne das begeisterte Publikum bei allen Entscheidungen, denn mit dem fairen Anfeuern eines jeden Wettkämpfers schafften sie nicht nur eine Super-Stimmung, sondern weckten bei allen Sportlern riesige Motivation zur Leistung. „Das Publikum war für uns das absolut Beste beim Springen, denn so etwas gibt es nur in Wasserburg“, war bei vielen Athleten in aller Dankbarkeit zu hören. Nachdem es bei den Meetings im Stadion oft stiller ist und nicht so viel Publikum die Athleten in hohe Lüfte befördert, war das Publikum in der Altstadt eben genau das Besondere, der Joker – und das, was die Athleten wirklich lieben.

Der Hauptwettkampf der Männer entwickelte sich zu einem enorm spannenden Wettkampf, denn bei 5,30 Metern waren immer noch vier Athleten im Wettbewerb. Die ganz große Chance nutzte hier der Vorjahressieger Louis Pröbstle vom TSV Gräfelfing und setzte sich mit einer Reglemententscheidung durch. Als einziger Springer überquerte er nämlich die 5,30 Meter im zweiten Versuch und damit gewann er auch wie im Vorjahr die Konkurrenz. In der aktuellen deutschen Jahresbestenliste der Männer klettert der Athlet auf den dritten Platz empor. 5,30 Meter bewältigte zwar auch Constantin Rutsch von der LG Olympia Dortmund, allerdings gelang ihm dies erst im dritten Versuch – und damit musste er sich mit dem zweiten Platz begnügen. Zwei der Top-Springer schafften die 5,30 Meter nicht mehr. Dritter wurde mit dem ebenfalls besseren Verhältnis an Fehlversuchen bei 5,20 Metern Marec Metzger vom TSV Gräfelfing, während Ben Bichsel von der LG Radolfzell mit ebenfalls 5,20 Metern als Vierter eine neue Bestmarke schaffte.

In der Hauptklasse der Frauen gab es sogar zwei Siegerinnen: Moana-Lou Kleiner vom SC Potsdam und die leistungsgleiche Türkin Parlak Demet meisterten vier Meter exakt gleich im ersten Versuch. Als Dritte ging hier die Erdingerin Lilly Samanski im Trikot des TSV Gräfelfing mit 3,90 Metern vom Platz.

In der männlichen Jugend U20 kam es zum „Treffen“ der letztjährigen besten deutschen Stabhochspringer. Der deutsche Meister der Saison 2022, Mario Mönninger vom TSV Gräfelfing, gewann den Wettbewerb mit 4,80 Metern. Dabei schaffte der 17-Jährige zugleich die begehrte Norm für die U18-Europameisterschaften sowie eine neue Jahresbestleistung für die U18-Jugend im Bundesgebiet. Zweiter wurde hier Jakob Zimmer vom SV Germering. Der letztjährige nationale Ranglisten-Erste und Teilnehmer der europäischen Jugend-Spiele hatte bei 4,80 Metern nur einen Fehlversuch mehr. Als Dritter erreichte der deutsche U18-Titelträger Lars Urich vom LAZ Zweibrücken eine Höhe von 4,60 Metern. In der namhaften Konkurrenz erreichte Christian Wimmer mit 4,30 Metern den sechsten Platz und war damit sehr zufrieden.

Besser hätte es für die Wasserburger Vorzeige-Athletin Sophia Obermayer im Wettbewerb der weiblichen Jugend U20 nicht laufen können: Mit 3,50 Metern überzeugte die 16-Jährige als Siegerin und mit einem neuen Rekord. Dabei landete die Erdingerin Katja Riedl im Trikot des TSV Gräfelfing mit 3,40 Metern auf dem zweiten Rang, vor Paula Legner vom LAZ Zweibrücken (3./3,30 Meter). Für die Wasserburger gab es hier mit 3,05 Metern zugleich eine neue Bestmarke für Julia Pauker (5.), während Andrea Wimmer mit 2,90 Metern Achte wurde.

Zu neuen persönlichen Rekorden wurde die männliche Jugend U18 motiviert: Der Lokalmatador Johannes Gaßner übersprang bei seinem Sieg erstmals 3,60 Meter und siegte vor David Könsgen vom LAZ Zweibrücken (2./3,30 Meter). Dritter wurde für die Innstädter Serafin Mühle mit erstmals aufgelegten 3,30 Metern. In der weiblichen Jugend U16 gab es mit 3,15 Metern einen Favoritensieg für die weit angereiste Juna Duwenbeck von der LG Olympia Dortmund. Das Publikum klatschte hier Laura Dirnecker aus Wasserburg mit 2,85 Metern zur neuen Bestleistung als Drittplatzierte ebenso wie Finja Ott (5./2,70 Meter).

Auch bei den jüngsten Athletinnen der weiblichen Jugend U14 gab es strahlende Gesichter: Pia Deml vom TV Geisenfeld gewann hier mit erstmals überquerten 2,30 Metern. Auf das Podest kamen hier auch zwei heimische Athletinnen: Lina Schimpflingseder reservierte sich mit 2,20 Metern den zweiten Rang und Eva Christina Rapolder kam mit 2,00 Metern auf den dritten Rang.

Weitere Ergebnisse: Männer: 9. Daniel Schwab (TSV Wasserburg) 4,00; Frauen: 9. Laura Kurzbuch (TSV Wasserburg) 3,05; Männliche Jugend U20: 9. Michael Schwarz (TSV Wasserburg) 4,30.

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