Gürtlers Wut und Stiglmeirs Paraden

von Redaktion

LANDESLIGA Bruckmühl feiert mit 1:0 über Traunstein einen gelungenen Heimabschluss

Bruckmühl – Die Bilanz hat sich ins Positive gedreht: Nach dem vorletzten Spieltag in der Fußball-Landesliga Südost steht der SV Bruckmühl bei 13 Siegen, acht Unentschieden und zwölf Niederlagen. Zwei Siege entstammen aus den Duellen gegen den SB Chiemgau Traunstein, denn nach dem Auswärtssieg im Herbst behielten die Mangfalltaler auch im Heimspiel die Oberhand. 1:0 hieß es am Ende für den SVB.

„Verdient“, wie Hausherren-Trainer Mike Probst befand, „wir haben im Kollektiv richtig dagegen gearbeitet und haben uns auch noch die besseren Möglichkeiten herausgespielt“. Und auch Traunsteins Trainer Danijel Majdancevic musste feststellen: „Das war nicht die Leistung, die wir uns erhofft haben.“

Es ist schon in die Richtung Sommerfußball gegangen, was die Gäste da auf den Platz brachten. Die Ergebnisse vom Freitag, die den Traunsteinern auch die letzte Aufstiegschance raubten, dürften ihres dazu beigetragen haben. „Man hat schon gemerkt, dass es um nichts mehr geht“, bekannte Majdancevic, der bei seiner Truppe etwas vermisste: „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich auf dem großen Platz viel bewegen müssen – das war in der ersten Halbzeit gar nicht der Fall,“

Und so hatten die kampfstarken Bruckmühler relativ leichtes Spiel. „Wir haben in der ersten Halbzeit keine Möglichkeit zugelassen“, freute sich Probst. Das hatte auch damit zu tun, dass fast alle Akteure in der Defensive wieder zur Verfügung standen. „Wir können seit Wochen mit einer stabilen Formation auflaufen, und das merkt man“, fügte Bruckmühls Co-Trainer Michael Wolff an. Doch nicht nur die Defensive passte: Vorne erspielten sich die Gastgeber zwei dicke Gelegenheiten, die jedoch von Genti Krasniqi (der Ball landete in den Armen von SBC-Tormann Dean Sipura) und Lennard Schweder (den Schussversuch schlug Traunsteins Kapitän Hannes Kraus von der Linie) vergeben wurde. „Da hatten wir jeweils zu wenig Konsequenz in der Aktion“, bemängelte Probst.

Wesentlich konsequenter verwertete Maximilian Gürtler kurz nach Wiederbeginn einen Eckball per Kopf zur Bruckmühler Führung. Ein Treffer mit Vorgeschichte übrigens, denn kurz davor hatte sich die Traunsteiner Auswechselbank nach einem Foul köstlich amüsiert und den Aufschrei des gefoulten Bruckmühler Spielers nachgeahmt. „Ganz stark, Traunstein“, hatte Gürtler noch in Richtung Bank ausgesprochen, nur eine Minute später wehrte Sipura seinen Kopfball zur Ecke ab – der zweite Versuch war dann drin. „Für uns gar nicht so gewöhnlich, dass wir nach einer Standardsituation treffen“, freute sich Probst.

Der scheidende Bruckmühler Coach wechselte danach mehrere verdiente Akteure aus, die sich vor den heimischen Fans ihren Abschiedsapplaus abholten. Und Traunstein wollte noch einmal. Nach der Umstellung auf 4-4-2 mit Sascha Marinkovic und dem wuchtigen Kurt Weixler im Sturm gab es mehr Bälle in Richtung Strafraum. Da ergaben sich brenzlige Situationen für Bruckmühl – vor allem in der Nachspielzeit, als Elfmeter für Traunstein gepfiffen wurde. Den Schuss von Marinkovic meistete Stiglmeir aber, obgleich er schon auf dem Weg ins falsche Eck war. „Das zeigt, wie beweglich er ist“, befand Probst, der seinen Keeper als „Man of the match“ bezeichnete. „Er will nicht nur den Ball, sondern den Sieg für seine Mannschaft festhalten“, lobte Co-Trainer Wolff. Das tat Stieglmeir übrigens noch ein zweites Mal in der Extrazeit: Und zwar, als Krasniqi eine Weixler-Hereingabe aufs eigene Tor abfälschte und der Schlussmann den Ball aus dem Winkel holte. Danach war der Sieg beim SVB!

Das Steno zum Spiel

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