Wasserburg/Rosenheim – Die Ausgangslage vor dem Gastspiel des TSV 1880 Wasserburg am Samstag, 14 Uhr, in Traunstein ist klar: Die Löwen, aktuell Tabellenzweiter der Fußball-Landesliga Südost, benötigen einen Punkt, um aus eigener Kraft in die Aufstiegsrelegation zur Bayernliga Süd einzuziehen. Wasserburg liegt drei Zähler vor dem VfB Hallbergmoos, der parallel in Forstinning spielt, hat aber bei ausgeglichenem direkten Vergleich (0:0 und 1:1) das schlechtere Torverhältnis. Der ganze Verein hofft darauf, dass die Saison in die Verlängerung geht, denn die Mannschaft spielt eine starke Runde und ist an ihren Aufgaben gewachsen.
Im Jakob-Schaumaier-Sportpark wartet auf die Innstädter eine hohe Hürde, die sie auf dem Weg in die Relegation aber auch noch nehmen wollen. Der SB Chiemgau Traunstein spielt eine sehr gute Rückrunde, aufgrund der Hypothek aus der Hinserie war der Sprung auf die Aufstiegsplätze aber zu weit. Die Mannschaft des scheidenden Spielertrainers Danijel Majdancevic ist in der Offensive sehr gut besetzt und verfügt über eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Mit Majdancevic wird auch sein Co-Trainer Marcus Sedlbauer und der langjährige Torwarttrainer Tobias Rohleder verabschiedet.
„Wir wollen natürlich alles in die Waagschale werfen, was drin ist. Auch mit dem Wissen, dass uns am Ende des Tages ein Punkt reicht, wollen wir auf Sieg spielen. So wie wir es die letzten Wochen auch gemacht haben“, gibt Trainer Florian Heller die Marschroute unmissverständlich vor. Die Löwen kommen nicht, um zu mauern, sondern um die Form der letzten Wochen einmal mehr auf den Platz zu bringen. Wasserburg verteidigte konzentriert und diszipliniert, in der Offensive lief der Ball gefällig, sodass viele Tore erzielt werden konnten. Beim 4:0-Erfolg gegen Unterföhring trafen in der Vorwoche alle vier Stürmer und konnten weiteres Selbstvertrauen tanken. Daher betont Heller: „Wir wollen unsere Spielweise, unsere Art nicht verändern, sondern auswärts Traunstein vor Probleme stellen und selber so oft und so lange wie möglich am Spiel teilnehmen. Ich bin guter Dinge, dass wir das auch so hinbekommen.“
Für Bruckmühl gehts
um guten Abschluss
Der SV Bruckmühl hat den Klassenerhalt bereits seit Wochen sicher. Dennoch möchte sich der Verein aus dem Mangfalltal gebührend aus der Spielzeit verabschieden: „Wir wollen einen adäquaten Abschluss für eine bemerkenswerte Saison hinlegen und werden es nicht ausklingen lassen“, stellt Trainer Mike Probst klar. Der SVB ist mit vier Siegen aus den letzten fünf Partien die formstärkste Mannschaft der Liga. Daran möchte das Team um Kapitän Philipp Keller auch im letzten Saisonspiel am Samstag um 14 Uhr beim SV Pullach anknüpfen. Mit einem Dreier könnten die Bruckmühler die Gastgeber in der Tabelle noch überholen und die Spielzeit bestenfalls am Ende sogar auf Rang sieben beenden. Einen einstelligen Tabellenplatz gibt auch Probst als finales Ziel aus: „Die Jungs sind nach wie vor sehr fokussiert und wollen mit einem einstelligen Tabellenplatz in die Sommerpause.“ Fehlen werden die Verletzten Thomas Festl, Anian Folger, Thomas Mühlhamer und Johannes Schönharting, zudem muss Noah Simm erkrankt passen.
1860 spielt auf die
50-Punkte-Marke
Der TSV 1860 Rosenheim ist am Samstag um 14 Uhr noch einmal auswärts gefordert. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg muss zum 1. FC Garmisch-Partenkirchen reisen. 47 Punkte stehen für die Sechziger aktuell zu Buche. „50 würden schon schön ausschauen“, sagt Schellenberg, dessen Team in der Rückrunde in sämtlichen Heimspielen überzeugt hat, auswärts aber immer wieder ihre Wackler drin hatte. „Vielleicht können wir noch einmal für einen schönen Abschluss sorgen?“, fragt der Trainer, der wohl auf den gleichen Kader wie zuletzt zurückgreifen kann.
Ampfing: Scott
wurde suspendiert
Nach den beiden Siegen in Forstinning und gegen Schwaig will der TSV Ampfing nachlegen und für die anstehende Relegation weiteres Selbstvertrauen tanken. Die Schweppermänner gastieren am Samstag um 14 Uhr beim FC Unterföhring. „Wir schauen jetzt, dass wir dranbleiben und den positiven Lauf fortsetzen“, sagt Trainer Björn Hertl. Weiterhin fehlen wird heute voraussichtlich der angeschlagene Andreas Bobenstetter, dagegen ist Kapitän Birol Karatepe nach seiner Wadenverletzung wieder an Bord. Fraglich ist der Einsatz von Georg Niehoff, nicht mehr an Bord ist Christopher Scott, der nach einer vorübergehenden Suspendierung den Verein vorzeitig verlassen hat.jha/nik/tn/mb