Der Meister der Fußball-Bayernliga Süd kommt aus dem Kreis Inn/Salzach! Der SV Erlbach hat sich mit einem 2:1-Erfolg in der Nachspielzeit über den TSV Rain/Lech den Titel gesichert. Vor 712 Zuschauern im Holzland war Christopher Obermeier am Ende der gefeierte Held der Erlbacher, denn er sorgte in der ersten Minute der Nachspielzeit für den titelentscheidenden Siegtreffer. Aufsteigen werden die Erlbacher allerdings nicht, denn nach den verstärkten Verbandsauflagen für die Regionalliga Bayern haben sich ihren Verzicht auf die Lizenz erklärt. Weil auch Vizemeister SV Heimstetten die Regionalliga nicht stemmen kann, wird der TSV Schwaben Augsburg den Weg in die höchste bayerische Spielklasse antreten. Der Tabellendritte hatte erst am Tag vor der letzten Runde verkündet, das Aufstiegsrecht wahrnehmen zu wollen.
Ehe die Meisterfeier im Holzland startete, mussten die Hausherren Schwerstarbeit verrichten. „Kompliment an Rain, das uns wirklich alles abverlangt hat“, meinte Erlbachs Spielertrainer Lukas Lechner, dessen Team in der ersten Minute durch Sebastian Hager in Führung gegangen war. Der Rainer Ausgleich fiel in der 87. Minute durch Tim Härtel – das Aus aller Titelträume? Mitnichten, denn in der Nachspielzeit schlug Obermaier zu und versetzte quasi das ganze Holzland in einen Jubelrausch. „Dieses Spiel hat wieder mal den unfassbaren Charakter unserer Mannschaft gezeigt“, schwärmte Lechner nach dem Erfolg. Dieser fußt auf eine bärenstarke Defensivleistung, denn nur 28 Gegentore sind mit Abstand die Bestmarke in der Liga.
Der Aufsteiger mühte sich beim SV Kirchanschöring zum Sieg. Schwaben Augsburg behielt vor 378 Zuschauern mit 1:0 die Oberhand, der entscheidende Treffer gelang Dennis Ruisinger in der 70. Minute. Während bei den „Schwabenrittern“ nach dem Spiel die Aufstiegsshirts verteilt wurden, beendet der SVK die die Saison auf dem zwölften Rang. 43 Punkte standen am Ende zu Buche.
Auf dem siebten Rang landete die zweite Mannschaft des TSV 1860 München, bei der sich Trainer Frank Schmöller mit einem 2:1-Erfolg beim 1. FC Sonthofen verabschiedete. Anian Brönauer kam von Beginn an zum Einsatz, Maximilian Karl und Mike Gevorgyan wurden eingewechselt. Hinter den kleinen Löwen belegte der FC Pipinsried mit Führungsspieler Wiggerl Räuber den achten Platz. Einziger fester Absteiger ist der Kirchheimer SC, der mit 92 Gegentoren einen Negativwert darstellt.
In der Torschützenliste sicherte sich Landsbergs Nico Karger den Sieg. Der frühere Löwen-Profi erzielte 22 Treffer. Dahinter landeten Schwaben Augsburgs Jonas Greppmeir mit 19 Toren und der Erlbacher Leonhard Thiel mit 18. Bester Kirchanschöringer Torschütze war Manuel Omelanowsky, der es auf insgesamt zehn Treffer brachte.
In der Bayernliga Nord hat sich mit der SpVgg Hankofen-Hailing ein Verein den Meistertitel gesichert, der auch schon im Süden eingeordnet war. Zweiter wurde der VfB Eichstätt, ebenfalls ein Verein, der lange in der Süd-Gruppe vertreten war. Die Eichstätter fingen am letzten Spieltag den SC Eltersdorf noch ab. Während Eltersdorf bei Fortuna Regensburg mit 0:1 verlor, siegten die Eichstätter beim SV Donaustauf mit 8:2. Fünffacher Torschütze war dabei Lucas Schraufstetter, der sich mit 21 Treffern die Torjägerkanone in der NordLiga sicherte.tn