Dem Regen und Sturm getrotzt

von Redaktion

RELEGATION Fußball-Festspiele im Kreis vor gut 16000 Zuschauern

Rosenheim/Mühldorf – Alle reden vom Wetter – wir nicht. Was für die Deutsche Bahn schon lange nicht mehr gilt, war das Motto in den Auf- und Abstiegsrunden von der Regionalliga bis zu den A-Klassen im Fußball-Kreis Inn/Salzach. 15500 Zuschauer zahlten trotz Regen und Sturm Eintritt bei den 21 Spielen, die in der Region in diesem Jahr ausgetragen wurden – insgesamt dürften es deutlich mehr als 16000 gewesen sein.

Rekordbesuch beim
TSV Buchbach

Den Rekordbesuch verzeichnete der TSV Buchbach, dem bei seinem ersten Schritt zum Klassenerhalt in der Regionalliga 1730 Fans die Daumen drückten. Auf Platz zwei rangierte ein Spiel, das vier Klassen tiefer stattfand: Den Aufstieg des TSV Waging in die Kreisliga wollten in Bergen 1227 zahlende Zuschauer sehen – knapp 100 mehr, als den TSV Wasserburg in der Relegation zur Bayernliga (letztlich vergeblich) anfeuerten. Allein bei den 15 Spielen auf Kreisebene waren genau 10158 Zuschauer dabei, etwa so viele wie im vergangenen Jahr (damals waren es allerdings zwei Spiele weniger). Dabei lag der Schnitt in der Relegation zur Kreisliga mit 737 Fans nur knapp über dem bei den Spielen, in denen es um einen Platz in der Kreisklasse ging (678). Was auffiel: Nur einer der vier Kreisklassisten schaffte den Aufstieg, und nur zwei von sieben Plätzen in der Kreisklasse gingen an die A-Klassen-Vizemeister (Breitbrunn und Siegsdorf II).

Hinter den Relegationsspielen auf neutralem Platz steckt immer wieder eine logistische Meisterleistung. Paarungen und Spielorte standen erst nach dem letzten Spieltag am Pfingstmontag fest – dann heißt es, innerhalb weniger Tage das Stadion auf den Zuschaueransturm vorzubereiten, Speisen und Getränke (und die vorgeschriebenen Plastikbecher) zu besorgen, Parkplätze auszuweisen und Ordner zu stellen. Trotzdem hatten sich mehr als 40 Vereine als Ausrichter für die 15 Partien beworben – die Extra-Einnahmen für die Vereinskasse sind schließlich auch verlockend.

Pyro-Jubel kostet
die Vereine Geld

Einziger Wermutstropfen für Kreisspielleiter Chris Sofis (Seebruck) und seine Kollegen waren – neben dem Wetter – die Fackeln und Feuerwerkskörper, mit denen die Fans vielerorts nach dem „Vorbild“ der Profivereine Aufstieg oder Klassenerhalt feiern. Der Bayerische Fußball-Verband hält das für zu gefährlich und verhängt regelmäßig empfindliche Strafen, die im Zweifel die Vereinskasse schmälern.

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