Hochfelln – Nach dem letztjährigen Gewinn der deutschen Meisterschaft in der Vereinswertung sind die Hochfellnflieger Bergen hoch motiviert, ihren Titel im Gleitschirmfliegen zu verteidigen. Kein leichtes Unterfangen, denn die Konkurrenz ist groß. Aktuell führt der Gleitschirmclub Hochries Samerberg mit 3200 Punkten die Rangliste an. Mit knapp 2000 Punkten sind die Hochfellnflieger mit den Club-Mitgliedern Oliver Teubert, Dietmar Siglbauer und Achim Warbruck auf dem siebten Platz in Lauerstellung.
Zuletzt war dabei ein wichtiger Flugtag, um die aktuelle Position zu verbessern. Das Vereins-Trio Christin Kirst, Tim Huber und Oliver Teubert wählte einen Startplatz in Südtirol aus. Die „Grente“ ist ein bekannter Streckenflugberg, der aber zuerst mit der kompletten Ausrüstung zu Fuß bestiegen werden muss. Gegen 10 Uhr erfolgten dann die Starts, die Flüge führten zunächst ins Antholzer Tal und weiter in das Großglockner-Gebiet. Von dort führte der Weg zurück Richtung Sterzing, wo ein weiterer Wendepunkt gesetzt wird. Zwischen Brixen und Bruneck wird der nächste Punkt erreicht und bei perfekten Bedingungen wird dann wieder am Ausgangspunkt gelandet.
Teubert entschied sich nach 170 Kilometern Flugstrecke, den Flug zu verkürzen. Huber, der neun Stunden Flugzeit verbuchte, setzte die weitesten Wendepunkte und erreichte trotz 250 geflogenen Kilometern nicht ganz den Ausgangspunkt. Riesenfreude herrschte dagegen bei Christin Kirst, die nach längerer Abstinenz wieder in das Renngeschehen eingestiegen ist. Die Bergenerin war neun Stunden und 30 Minuten unterwegs und landete nach 235 Kilometern wieder punktgenau am Startpunkt.
Mit diesen drei weiten Flügen setzten die Hochfellnflieger ein Ausrufezeichen. Und da die Saison noch bis Ende September läuft, bleibt genügend Zeit, um in den Titelkampf einzugreifen. Laut den Regularien muss dabei mindestens ein Flug in Deutschland gestartet werden. Und hierbei ist der Hausberg „Hochfelln“ einer der wichtigsten Flugberge. pf