München – Riesenerfolg für zwei junge Handballer aus dem Chiemgau: Benjamin Becirovic (15) aus Traunreut und Anton Uzicanin (16) aus Traunstein sind mit ihrem Verein HT München in die B-Jugend-Bundesliga – die höchste Spielklasse in Deutschland – aufgestiegen.
„Die Qualifikation für die Bundesliga war ein tolles Erlebnis – geile Spiele und eine wahnsinnige Stimmung, vor allem auch, weil das Endturnier in unserer Hachinga Halle ausgetragen wurde“, schwärmt „Beni“ Becirovic, der früher für die D- und C-Jugend des TuS Traunreut gespielt hat. Der Torwart gewann mit HT alle drei Qualifikationspartien gegen den VfL Günzburg (19:15), die HSG Konstanz (32:20) und die SG Pforzheim/Eutingen (23:17) relativ souverän, wobei laut Cheftrainerin Susanne Pignot zwei dieser Begegnungen schon sehr harte Nüsse waren: „Konstanz und Pforzheim sind zwei Zentren in Baden-Württemberg, wo die Qualität schon sehr hoch ist.“
Pignot trainiert Becirovic, Uzicanin und deren Teamkameraden mit Unterstützung von zwei Co-Trainern (Tobias Hauck, Tobias Fehrenbach) – allein schon diese Tatsache dokumentiert den „Mords-Aufwand“ (so Benjamins Vater Enes), den die seit 2017 im Nachwuchsbereich bestehende Kooperationsgemeinschaft des TSV Unterhaching und SV-DJK Taufkirchen betreibt. Immens hoher Aufwand – das trifft natürlich auch auf die beiden Chiemgauer persönlich zu, deren Fahrten in Richtung Landeshauptstadt – viermal pro Woche – von den Eltern übernommen werden. Außer Handball hat Keeper Becirovic übrigens ein weiteres Hobby, in dem das Runde eine Rolle spielt. „Da spiele ich auch gerne Basketball“, sagt er.
Uzicanin (Position: Rückraum Mitte) entdeckte seine Leidenschaft für den Handballsport im Alter von sieben Jahren, als er beim SB Chiemgau Traunstein seine Laufbahn startete. Dabei spielte auch sein Vater eine besondere Rolle, „der zeitweise als Trainer fungiert und mich sehr gefördert hat“, wie es Anton formuliert. Seit drei Jahren ist der Traunsteiner festes Teammitglied von HT, auf seiner Position wird vor allem Schnelligkeit und Passgenauigkeit gefordert.
„Die Qualifikation für die Bundesliga war eine besondere Herausforderung für uns – ich bin überglücklich, dass sich unser großer Einsatz gelohnt hat“, freut sich Uzicanin. „Hoffentlich spielen wir da oben eine erfolgreiche Saison. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, was alles auf uns zukommt.“
Neben Schule und Handball geht er gerne Skifahren oder radelt mit seinem Gravelbike, um einen Ausgleich zum intensiven Training zu finden und neue Energie zu tanken. Genauso wie Benjamin ist Anton bewusst, dass die Jungs den engagierten Eltern viel zu verdanken haben: „Die Fahrten teilen sich ,Benis‘ und meine Eltern, und das sind auch unsere größten Fans. Ohne ihren Einsatz wäre das München-Abenteuer für uns nicht möglich.“ cs