Slowenischer Dreifachsieg am Chiemsee

von Redaktion

Seebrucker Regatta-Verein richtet erfolgreich die EM der Seascape 18 aus – Emilia und Julia Ewald mit starker Premiere

Seebruck – Im Februar dieses Jahres hat die deutsche Klassenvereinigung der Seascape den Seebrucker Regatta-Verein (SRV) kontaktiert. Niemand konnte sich damals vorstellen, dass nur drei Monate später die Europameisterschaft der Seascape 18 im Verein ausgerichtet werden würde. Doch das scheinbar Unmögliche wurde durch den SRV und seinen vielen fleißigen Helfern und Unterstützern nun möglich gemacht.

39 Teams aus sieben Ländern waren der Einladung gefolgt und freuten sich auf vier Wettfahrt-Tage. Nachdem alle zwölf ausgeschriebenen Wettfahrten an drei Tagen gesegelt worden waren, standen die Sieger fest. Europameister wurden Uroš Kraševac und Jernej Drofenik aus Slowenien, vor ihren Landsleuten Dejan Presen und Dénes Szilágyi. Jure Jerman und Jaka Ivanc machten als Dritte den slowenischen Dreifachsieg perfekt. Zu den Teilnehmern zählten mit Emilia und Julia Ewald auch zwei aufstrebende Seglerinnen des gastgebenden SRV.

Auf einem Leihboot feierten sie mit ihrem Trainer Niclas Lehmann eine großartige Premiere auf der Seascape und wurden bei ihrem „Heimspiel“ mit dem achten Rang belohnt. Die Seascape/First SE 18 ist ein sportliches Regattaboot, das zu zweit oder zu dritt gesegelt wird. Sie ist relativ leicht zu trimmen und kaum zu kentern.

Nach der feierlichen Eröffnung der viertägigen Europameisterschaft mit einigen Ehrengästen, darunter Vertreter der Klassenvereinigung und Beneteau und der Zweite Bürgermeister Norbert Maier, war es am folgenden Tag bei Sonnenschein nach der Steuerleutebesprechung aufs Wasser gegangen. Allerdings ließ der Wind auf sich warten und am Ende des Tages kehrten alle Segler ohne eine einzige Wettfahrt in den Hafen zurück. Die Stimmung blieb jedoch beim gemeinsamen Pastaessen gut, zumal die Windprognosen für die kommenden Tage vielversprechend waren.

Am zweiten Tag starteten die Teilnehmer hoch motiviert und voller Vorfreude in den Tag, auch weil sich die positiven Windprognosen bewahrheiteten. Bei einem guten 3er-Wind wurden vier Wettfahrten erfolgreich durchgeführt. Nach einem geselligen und lustigen bayrischen Abend brachte der folgende Tag jede Menge Regen und einen 5er-Wind mit Böen bis zu 30 Knoten. Diese Bedingungen stellten sowohl für die Teilnehmer als auch für das Material eine echte Herausforderung dar. Vom „Schwachwindrevier Chiemsee“ konnte keine Rede sein, und die Zuschauer an Land erlebten Regattasegeln vom Feinsten. Auf dem See wurde bis an die körperliche Belastungsgrenze gekämpft und die Drei-Mann-Teams hatten eindeutig einen Gewichtsvorteil. Erschöpft kehrten alle Teilnehmer nach vier weiteren Wettfahrten an Land zurück, um den Abend gesellig ausklingen zu lassen.

Am letzten Tag der Europameisterschaft wurde in weiteren vier Wettfahrten noch mal alles gegeben. „Dank der Unterstützung der Gemeinde Seebruck, der Wasserwacht Seebruck, die bei den teilweise widrigen Bedingungen stets vor Ort war und tatkräftig unterstützte, sowie der Sponsoren Master Yachting, Musto Frisch, Auer Packaging, Camba Bier und Gut Ising Chiemsee, welches für die hervorragende kulinarische Versorgung sorgte, und den zahlreichen Helfern des Vereins wird die Europameisterschaft allen noch lange in Erinnerung bleiben“, blickten die SRV-Verantwortlichen zufrieden zurück und sprachen von einer „rundum gelungenen Veranstaltung“. Auch die Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchwegs positiv.

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