Weltmeister und deutsche Hoffnungen

von Redaktion

Langbahn-WM-Challenge in Mühldorf mit starkem Starterfeld – Vier deutsche Piloten

Mühldorf – Lange mussten die Verantwortlichen des MSC Mühldorf warten, bis die Starter für die WM-Challenge am Sonntag ab 14 Uhr auf der Mühldorfer Sandbahn feststanden. „Aber das Warten hat sich gelohnt“, so Rennleiter Josef Frohnwieser, „denn das Fahrerfeld ist ein echter Knüller. Diese 20 Top-Athleten kämpfen alle um einen Platz unter den Top-5. Das wird bestimmt für einige Piloten eine ganz heiße Kiste! Denn Challenge bedeutet, dass an diesem einen Renntag entschieden wird, wer künftig um den WM-Titel mitstreiten darf.“

Aus der aktuellen Liste der WM-Starter fehlen nur Martin Smolinski, Lukas Fienhage und Romano Hummel, die alle den Herausforderungen einer Challenge aus dem Weg gehen wollten und darauf hoffen, über den aktuellen WM-Stand – ein Platz unter den ersten Sechs ist notwendig – sich für die Finalrunde 2025 zu qualifizieren. Ansonsten ist alles am Start, was im Langbahnsport Rang und Namen hat. Mehr als die Hälfte der aktuellen WM-Teilnehmer finden sich in diesem Feld.

Mit Kenneth Kruse Hansen aus Dänemark geht der Gewinner des letzten Mühldorfer Grand Prix an den Start. Der Vize-Weltmeister Chris Harris aus England ist ebenso ein heißer Siegkandidat wie sein Landsmann Zach Waijtknecht. Die Niederländer entsenden Dave Meijerink, die Tschechen setzen auf den erfahrenen Hynek Stichauer, für Österreich geht Andrew Appleton an den Start. Alles Leute mit vielen Jahren Grand Prix Erfahrung. Sie kennen die Bahn in Mühldorf bestens und haben allesamt in der Innstadt schon tolle Ergebnisse erzielt. Gespannt darf man auf das Auftreten von Jesse Mustonen aus Finnland sein, der genauso wie seine niederländischen Kontrahenten Mika Meijer und Henry van der Stehen wieder im Konzert der Großen mitspielen möchte.

Und die deutschen Teilnehmer? Stephan Katt, Club-Fahrer des MSC Mühldorf und erfahrenster Teilnehmer im Feld, möchte nach seiner auskurierten Beinverletzung wieder groß angreifen und hat die Qualifikation fest im Fokus. Max Dilger fühlt sich nach seinen gesundheitlichen Problemen wieder fit und hat auf der Sandbahn durchaus gute Chancen, den Sprung in den Grand Prix Zirkus wieder zu schaffen. Daniel Spiller aus Vilsheim fährt in seiner zweiten Internationalen Saison und gehört zu den aufstrebenden Piloten. Für ihn gilt es, Erfahrung zu sammeln und durch eine gute Platzierung sich für weitere internationale Aufgaben zu empfehlen.

Die größten Chancen werden dem vierten deutschen Fixstarter eingeräumt: Erik Riss aus Bad Wurzach wurde bereits als 19-Jähriger im Jahr 2014 und dann in 2016 erneut in Mühldorf Langbahn-Weltmeister. Er möchte nach einem längeren Ausflug auf die unterschiedlichsten kürzeren Speedwaybahnen wieder vermehrt in den Langbahnsport einsteigen und ist natürlich ein heißer Siegkandidat für dieses Rennen.

20 Fahrer, 23 Rennläufe, 23-mal Starts und Nervenkitzel – und am Ende können sich nur Fünf für den Grand Prix qualifizieren. Den Drift-Künstlern wird am Sonntag alles abverlangt, die Fans müssen ihrem Favoriten kräftig die Daumen drücken, damit am Ende ein weiterer GP-Startplatz für einen deutschen Fahrer zu Buche steht. Die Chance ist durchaus vorhanden, aber Motorsport ist immer eine Gratwanderung. Eine Vorhersage, wer unter die besten Fünf kommen wird, ist äußerst schwierig. Die Lösung der Frage gibt es am Sonntag ab 14 Uhr im Mühldorfer Rennbahnstadion.

Zeitplan für die WM-Challenge:

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