Bad Endorf – Bisher war Lennart Jasch vom DEC Inzell auf der 400-Meter-Eisbahn in der heimischen Max-Aicher-Arena unterwegs. Vor allem die lange Distanz über 10 000 Meter war seine Spezialstrecke, diese bewältigte er in gut 14 Minuten. Seit einiger Zeit ist der 23-Jährige in den Ergebnislisten bei diversen Radrennen zu finden. Zuletzt mit dem zehnten Platz in der Gesamtwertung der Oberösterreich-Rundfahrt.
Gute Daten in der
Reha als Anfang
Lennart Jasch startet seit wenigen Wochen für das heimische MaxSolar-Cycling-Team. Eine Mannschaft, die ihren Sitz mit dem sportlichen Leiter Heinz Kargl in Chieming hat. Das jüngst gegründete Team setzt vor allem auf jungen Fahrer. Zum Radfahren kann der Bad Endorfer, als er in der Reha mit seinen guten Daten auf dem Fahrrad aufmerksam machte. „Da wurden sehr gute Werte festgestellt und die Auswertungen waren sehr positiv“, so Jasch, der aus einer sportbegeisterten Familie stammt. Nach einigen Überlegungen beschloss er, die Schlittschuhe mit dem Fahrrad zu tauschen. „Mir hat das schnell gefallen und ich habe mich auch rasch daran gewöhnt“, berichtet er. Schließlich ist Radfahren auch ein großer Bestandteil im Training zum Eisschnelllaufen.
Natürlich war es für den 23-Jährigen eine Umstellung vom Eis mit der Zehn-Kilometer-Distanz auf eine lange Etappe von etwa 180 Kilometer. „Man muss sich auf eine neue Taktik einstellen und so die ersten etwa 150 Kilometer Körner sparen zu können. Richtig zur Sache geht’s auf den letzten Kilometern“, so seine ersten Erfahrungen. Bei seinem ersten Rennen wurde er gleich Zweiter, kurz danach gelang ihm der erste Sieg. Daraufhin startete er beim ersten UCI-Rennen, bei dem er den vierten Platz in Anwesenheit von Profis eroberte. Sein großes Ziel ist es nun, Radprofi zu werden – ein sehr abonniertes Unterfangen. Dort würde er gerne an den großen Rundfahrten teilnehmen. „Das ist ein harter Weg mit viel Arbeit“, weiß der ehemalige Eisschnellläufer. Den ersten Schritt machte er mit dem zehnten Platz bei der Oberösterreich-Rundfahrt. Es war sein zweites Rennen für MaxSolar. „Der Lennart hat gute Voraussetzungen, was das Radfahren betrifft“, so MaxSolar-Teamleiter Heinz Kargl. „Eisschnelllaufen bringt ja einiges mit, was Radrennsport betrifft.“