Classic-Holzboote trotzen Unwetter

von Redaktion

Böen beim Lutz-von-Hoermann-Preis

Prien am Chiemsee – Eine Regatta der Extreme: Sturmböen, eisiger Wind, Materialschwund und ein fast gekentertes Boot haben den Lutz-von-Hoermann-Preis geprägt. Die Classic-Holzboot-Regatta, die zu Ehren des Segelveteranen Lutz von Hoermann ausgetragen wird, stellte die Teilnehmer vor Herausforderungen.

Die Wetterprognosen für den ersten Wettkampftag der Regatta des Chiemsee Yacht Clubs waren alles andere als vielversprechend: Starker Regen, Windgeschwindigkeiten von fünf bis sieben Beaufort und ein Chillfaktor um den Gefrierpunkt forderten den 25 gemeldeten Crews alles ab. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer entschied sich, den Tag als Streicher zu nutzen. Einige gemeldete Teams zogen sich wegen der empfindlichen Holzboote aus dem Wettbewerb zurück. Tagessieger wurde die Crew Tobias, Andrea und Valentin von Hoermann sowie Ralf Nagel vom Chiemsee Yacht Club auf ihrem 30er Schärenkreuzer „Der X“, vor ihren Clubkameraden Norbert Kerl, Stefan Hammermüller und Jacqueline Hoffert-Dahl auf einer 20er Jolle sowie Michael Schön mit Daniel Fritz und Jonathan Schraube auf einer L 95.

Am zweiten Tag zeigte sich das Wetter von seiner besseren Seite. Zwölf Boote gingen an den Start. Doch die wechselnden Böen sorgten für Schwierigkeiten. Zwei Boote gaben bereits in der ersten Wettfahrt auf, mehrere Boote erlitten Schäden, darunter ein L-Boot, das vollgeschlagen ist und beinah untergegangen wäre, sodass nur sieben Boote die letzte Wettfahrt beendeten. Tobias von Hoermann, Schirmherr der Regatta und Sohn des Namensgebers, und seine Crew ließen sich vom ersten Platz nicht mehr verdrängen. Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz sicherten sie sich den „Lutz-von-Hoermann-Preis“. Vinzent Hoesch vom Chiemsee Yacht Club wurde mit den Vorschotleuten Peter Liebner und Michael Graf Zweiter. Michael Schön und seine Crew behielt den dritten Platz.ni

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